Abtreibung ist Privatsache?
Ein riesengrosser Schritt ins Mittelalter.
Die Initianten (aus CVP, EVP, EDU, FDP und SVP) stammen aus dem Umfeld von religiösen Abtreibungsgegnern. Das sagt schon viel über die Initiative aus. Es geht nicht um die Sache, sondern um die übliche, ketzerische, pro/contra Abtreibungsdiskussion und um reinen Polit-Populismus.
Das Argument mit den Kosten hinkt, die Gesundheitskosten können nicht wesentlich gesenkt werden. Und es ist sehr zynisch, über Geld zu sprechen, wenn es um Abtreibung geht.
Und solange nicht über andere, realistische, noch nicht genutzte Sparmöglichkeiten diskutiert und entschieden wird, ist die Initiative nur billige Stimmungsmacherei.
SP, 16. Februar 2010
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"Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache" ein kleiner Schritt in die richtige Richtung!
Die obligatorische Krankenversicherung soll Menschenleben retten und bei der Heilung helfen, aber sicher nicht mithelfen Leben zu vernichten. Wer für sich die Möglichkeit einer Abtreibung in Betracht zieht, könnte eine freiwillige Zusatzversicherung abschliessen. Wenn die Bürgerinnen und Bürger nicht vermehrt zur Eigenverantwortung zurückkommen, werden unsere Sozialsysteme in Zukunft nicht mehr Finanzierbar. Die Grundversicherung sollte nur die grundlegendsten, medizinischen Aufgaben übernehmen müssen.
Ein Grundsatz von mir: „Der Staat kann nicht für alle Begehrlichkeiten aufkommen“.
kandidiert für Grossrat Bern, EDU, 13. Februar 2010
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Abtreibung ist für mich Mord
kandidiert für Grossrat Bern, SVP, 12. Februar 2010
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Wenn man die Abtreibung nicht mehr zahlen will, dann gehört auch die Geburt dazu. Beides sind ja keine Krankheiten........
Es ist kurzsichtig, mit der Grundversicherung die Abtreibung nicht mehr bezahlen zu wollen. Das Argument der Gegner, es sei ja keine Krankheit müsste ja dann auch bei der Geburt gesagt werden, die ja zudem noch einiges mehr kostet als die Abtreibung! Kurzum, diese unsägliche Diskussion ist unnötig lanciert worden. Es geht ja im Gunde um ein Störmanöver der Abtreibungsgegner.
CVP, 4. Februar 2010
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Die ideologische Debatte haben sie verloren, nun wollen Abtreibungsgegner Abtreibungen mit finanziellen Argumenten erschweren. Das ist heuchlerisch und falsch..
..denn die Entscheidung, eine Abtreibung vorzunehmen, ist ohnehin schwierig genug. Finanzielle Aspekte dürfen nicht auch noch zu einer weiteren Belastung angesichts dieser schwierigen Thematik werden.
Das Volk hat der Fristenlösung zugestimmt und das muss man akzeptieren, auch wenn man aus persönlicher Überzeugung gegen Abtreibungen sein mag.
Diese Initiative ist nichts weiter, als ein ideologischer Angriff, verpackt in finanziellen Argumenten und daher klar abzulehnen.
SP, 4. Februar 2010
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Ein ungeborenes Kind ist neues Leben und keine Krankheit. Es abzutreiben - sprich:zu töten - ist keine Krankheit und soll darum selbst bezahlt werden.
Ich unterstütze die Volksinitiative weil schwanger sein schlicht keine Krankheit ist und darum selbst bezahlt werden sollte. Allein der Umstand, dass eine Abtreibung selbst finanziert werden muss dürfte einige davon abhalten abzutreiben. Mit dieser Initiative würden also nicht nur Kosten gespahrt sondern auch Menschenleben gerettet werden.
kandidiert für Grossrat Bern, SVP, 3. Februar 2010
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Sind denn Kinder eine Krankheit, gegen die frau sich versichern muss?
Heute muss wird die Finanzierung einer Abtreibung (Kosten zwischen Fr. 700.- und Fr. 4'000.-, soll hier aber nicht das Hauptargument sein) zwingend über die Grundversorgung einer Krankenkasse erfolgen. Doch wogegen versichert frau sich eigentlich? Kinder bekommen ist doch keine Krankheit sondern etwas vom natürlichsten seit es den Menschen gibt!
Zudem lässt die Initiaitve genügend Spielraum für Extremsituationen wie Vergewaltigung oder Gefährdung des Lebens der Mutter.
In unserer aufgeklärten Gesellschaft sollte eigentlich jede(r) in der Lage sein, eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern (natürlich ausgenommen Vergewaltigung), wer dies nicht kann/will sollte damit nicht der Allgemeinheit zur Last fallen.
Die Abtreibungsfrage war und bleibt aus ethischer Sicht sehr umstritten. Zwar haben 72% der Stimmenden 2002 die Fristen"lösung" befürwortet, wobei wohl 28% eine Abtreibung unethisch finden. Warum sollte diese Leute de facto gezwungen werden, etwas mitzufinanzieren, das komplett gegen ihre persönliche Ethik und ihre Wertvorstellungen geht?
kandidiert für Grossrat Bern, EDU, 3. Februar 2010
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Eine Abtreibung ist von der Krankenkasse zu bezahlen, wenn eine Geburt nicht zugemutet werden kann.
Bei anderen Situationen ist Eigenverantwortung gefragt.
Die Krankenkassenprämien steigen unaufhörlich an, wenn Abtreibung zur Normalität gehört und ohne Begründung von der Krankenkasse übernommen werden muss.
Hier ist die Eigenverantwortung und nicht die Krankenkasse gefordert.
Viele Leute können heute schon ihre Krankenkassenprämien kaum mehr bezahlen oder sind auf Prämienverbilligungen angewiesen.
kandidiert für Grossrat Bern, CVP, 2. Februar 2010
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Eine menschenrechtswidrige Scheinlösung
Ja, auch ich dachte bei den vielen vielen Krankenkassenprämien die ich bisher im Laufe meines Lebens bezahlt habe an die unzähligen Kinder die so achtlos und grundlos mit meinem Geld ermordet wurden! Ich kann vor lauter schlechtem Gewissen kaum noch schlafen! Ich habe sogar schon versucht, keine Krankenkassenprämien zu bezahlen, aber das ging dann auch nicht…
Also mal vorneweg: ich denke nicht dass damit die horrenden Kosten unseres Gesundheitssystem wieder ins Gleichgewicht gebracht werden mit dieser Initiative – es handelt sich hier um ein gesamtwirtschaftliches Problem, welches seinen Anfang und Ende beim Geld hat, sicher nicht bei ungewollt schwangeren Frauen. Ich denke auch nicht dass es dadurch zu weniger ungewollten Schwangerschaften kommen wird. Noch weniger kann ich mir vorstellen, dass ein ungewolltes Kind welches aus finanziellen Gründen nicht abgetrieben werden konnte die Gesellschaft weniger kosten wird als eine Abtreibung – wenn ich das mal so lapidar sagen darf.
Ausserdem möchte ich anmerken, dass Zusatzversicherungen von den Krankenkassen nur noch an keimfreie, sportliche Nichtraucher mit Normal-BMI vergeben werden. D.h. dass Frauen, die an einem Gebrechen leiden (welches durchaus nicht selbstverschuldet sein muss) kein Anrecht auf eine solche Versicherung hätten. Das heisst für mich, dass Frauen, die bereits gesundheitliche Probleme haben, nicht einmal mehr sicher sein können, ob sie ihr nächstes Kind mangels Geld “austragen müssen”.
Allem voran denke ich, dass Verhütung auf allen Ebenen zu fördern ist. Scheiss auf Ficken für die AHV, der Mensch hat erwiesenermassen einen Sexualtrieb, jedoch keinen spezifischen Fortpflanzungstrieb! Dieser wird aufgrund eines Systems, welches die Fehler seines Vorgängers nur institutionalisiert hat, aufgezwungen. Ich rechne sowieso nicht damit, eine AHV-Rente zu bekommen. Wie auch? Die Alten Leute werden ja wohl nicht weniger wenn der medizinische Fortschritt und der Umgang damit auf dem selben Kurs bleibt wie bisher.
Wenn es nach mir ginge würden Verhütungsmittel wie Bonbons ins Volk geworfen. Diese Initiative bringt erneut Einschränkungen für die Bürger(innen), sorgt für unglückliche Familien, finanziellen Stress und somit eine höhere Belastung des Sozialstaats, ausserdem ist es wirtschaftlich betrachtet eine Scheinlösung und trägt nichts zum Allgemeinwohl bei.
Ich sag’s frei heraus: ich bin froh dass meine Krankenkassenprämien vielleicht auch deiner Tochter zu einem Leben verholfen haben, dass nicht mit 17 Jahren aufgrund eines Fehlers (denn bekanntlich machen wir alle Fehler) plötzlich vorbei war. Ich sehe schon die ersten Sozialhilfekinderkrippen, wo sich junge Mütter treffen: “Na, hattest wohl auch nicht genug Kohle um den Goof abzutreiben?”-”Nach was sieht’s denn aus!”.
Oder noch besser: Junge verzweifelte Frauen die Apotheken überfallen weil sie sich nicht trauen bei Mami und Papi um Geld zu bitten für einen Schwangerschaftsabbruch. Wenn ich an die vielen Jungen Mädchen denke die sich nicht mal trauen bei den Eltern nach der Pille zu fragen, will ich nicht wissen wie das dann abgeht wenn erst die Abtreibungen bei den Eltern erbettelt werden müssen!
Ich schliesse somit nicht aus dass der gute alte Wermutstropfen wieder ein Revival feiern wird ;) ,
Ich finde es ist kein Zufall dass dieser politische Furz auf dem hohen Rosse der Volksinitiative daherkommt. hat ja schliesslich schon beim Minarettverbot ganz gut geklappt um doch noch eine menschenrechtswidrige Motion “legally correct” – bzw. auf dem Rücken der Schafe – ins Trockene zu bringen…
Ich meine: im Grund genommen kann man als Frau nie genau wissen, was man für Schäden von der Geburt davonträgt. Mögliche Hormonellen Störungen, Dammrisse, Infektionen von Kaiserschnittnarben, postnatale Depression etc können ja durchaus als gesundheitliche Schäden betrachtet werden und sind bei keiner Schwangerschaft vollständig auszuschliessen….
Ich denke sowieso dass die einzelne Fallbewertung durch die Krankenkassen ob nun eine Abtreibung durch die Grundversicherung finanziert wird oder nicht das Gesundheitssystem sowieso mehr Geld kostet als Einsparungen erzielt werden. Ausserdem: wie würde die Rechtslage aussehen bei geplatzten Kondomen? Müsste man also sicherheitshalber benutzte Kondome aufbewahren um notfalls belegen zu können, dass eben dieses Kondom vielleicht porös und undicht war und somit zur ungewollten Schwangerschaft geführt hat?), oder muss man die Kotze von einer Magendarmgrippe aufbewahren um sie nötigenfalls auf Überreste der Antibabypille zu untersuchen falls es denn zum Rechtsstreit kommt, wer nun bezahlen soll und wer nicht?
Abgesehen davon stellt sich dann auch die Frage, wer die Abtreibung denn finanzieren soll, wenn es nicht von der Grundversicherung gedeckt wird, denn bisher waren ja immer zwei nötig, um ein Kind zu produzieren…. D.h. die Erzeuger müssten dann auch für die Hälfte zur Kasse gebeten werden, denn Verhütung nimmt beide in die Pflicht, und das Unterlassen oder unkorrekte Ausführen somit auch. Ich denke dass dies ebenfalls zur Finanziellen Belastung des ganzen Apparates führen wird: eine Scheinlösung.
Ja, eine Abtreibung ist etwas sehr Intimes, etwas höchst Privates.
Aber ob eine Mutter ein Kind auf die Welt bringen muss oder auf die Welt bringen will hat auch einen Einfluss auf die Gesellschaft.
Ob nun sozial oder wirtschaftlich…
und ich denke deshalb, dass die Ermöglichung dessen durch eine Finanzierung somit durchaus die Gesellschaft etwas angeht.
Piraten, 2. Februar 2010
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