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Tolles Thema, weil es mal wieder existenziell die Rechte der Frauen tangiert. Ich wünsche es niemandem sich diesen Frgen stellen zu müssen und den Best möglichen Entscheid für sich und seine Familie fällen zu müssen. Kinder sind keine Wirtschaftsfaktoren mit denen man staatliche Finanzen steuern kann. Menschen, die sich die Aufgabe zutrauen in einem Zeitpunkt ihres Lebens diese Aufgabe zu übernehmen, brauchen die Unterstützung ihrer Mitmenschen. Und diejenigen, die aus welchen sehr persönlichen Gründen auch immer, diesen Schritt zu einem bestimmten Zeitpunkt im Leben nicht auf sich nehmen können, brauchen unsere Solidarität ebenfalls!!!
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Es gab bereits Voten, die behauptet haben, dass es illusorisch sei, dass weniger abgetrieben werden würde, wenn nicht mehr die Grundversicherung für die Kosten einstehen müsste...
Ob dem so ist, sei einmal dahingestellt.
Besteht nicht die Möglichkeit, dass gerade wenn eine öffentliche Debatte über die Finanzierung einer Abtreibung stattfindet und es tatsächlich zur Annahme der Initiative kommen würde, eine grössere Sensibilisierung für die Problematik erreicht werden könnte? Dh. dass bspw. der Verhütung ein grösserer Gewicht beigemessen wird, da man weiss, hey, die bezahlen das nicht mehr einfach so... ?
nur ein Gedanke...
Ob dem so ist, sei einmal dahingestellt.
Besteht nicht die Möglichkeit, dass gerade wenn eine öffentliche Debatte über die Finanzierung einer Abtreibung stattfindet und es tatsächlich zur Annahme der Initiative kommen würde, eine grössere Sensibilisierung für die Problematik erreicht werden könnte? Dh. dass bspw. der Verhütung ein grösserer Gewicht beigemessen wird, da man weiss, hey, die bezahlen das nicht mehr einfach so... ?
nur ein Gedanke...
5 Kommentare
Das ist so wie wenn man jemanden, der zu keinem bestimmten Ziel fahren will daran erinnert, dass der Ort an den er NICHT hinfahren will eine Roadpricing Abgabe verlangt.Mé La - Piraten 6. März 2010 Verstoss melden
hm, ich hab das wohl falsch formuliert:Adrian Zehnder 9. März 2010 Verstoss melden
Durch die Diskussion über die Initiative soll eine höhere Sensibilisierung erreicht werden, dass es eben doch und trotz Verhütung zu ungewollten Schwangerschaften kommen kann... Dass die Sensibilisierung nicht über das Argument "es wird nicht mehr bezahlt", sondern darüber läuft, dass überhaupt eine Diskussion stattfindet...
Ihr Beispiel zieht allerdings nicht ganz. Es ist ja nicht so, dass wenn jemand sexuell aktiv ist, nicht weiss, dass er bzw. sie schwanger werden könnte. Klar will er und/oder sie das vielleicht nicht, aber zu wissen, dass die Möglichkeit besteht, dass es doch so kommt und dass damit Kosten verbunden sind, ist doch etwas anderes als ihr Beispiel.
Wenn Sie dieses dahingehend abändern, dass jemand auf einer Strasse unterwegs ist und an eine Abzweigung kommt und gesagt bekommt, hey, auf einer Seite fallen Kosten an durch Roadpricing und auf der anderen Seite nicht... welche es ist, weiss ich aber nicht... Der FahrerIn muss sich also entscheiden. Wenn er weiterfährt, nimmt er das Risiko in Kauf, im entsprechenden Ort zu zahlen. Das wissen um die Möglicheit der Bezahlung kann aber auch dazuführen, dass er sich dazu entschliesst, NICHT weiterzufahren bzw. umzukehren...
Analoges gilt auch punkto Abtreibung. Wenn Mann und Frau miteinander schlafen, besteht das Risiko schwanger zu werden. Nehme ich dieses in Kauf, nehme ich auch eine allfällige Schwangerschaft in Kauf. Durch die öffentliche Debatte über Privatfinanzierung einer Abtreibung, kann das m.E. dazu führen, dass diese Problematik vermehrt ins Bewusstsein vor allem junger Menschen rückt...
Sicher rückt diese Initiative die ganze Abtreibungsdiskussion noch einmal ins Bewusstsein der Leute. Allerdings bin ich nicht gewillt jetzt alle 10 Jahre eine solche Sensibilisierungskampagne im Schutze der Volksinitiative mitzuerleben. Eine Plakatserie mit Statistiken die zeigen, dass immer weniger verhütet und immer mehr abgetrieben wird, vielleicht mit ein paar sowohl negativen wie positiven Zeilen von Frauen die abgetrieben haben, hätten die Leute sich auch sensibilisiert.Mé La - Piraten 9. März 2010 Verstoss melden
Aber hätten sie das selbe mediale Echo bekommen? Wohl kaum!...Adrian Zehnder vor 2 Tagen Verstoss melden
und ich finde es durchaus sehr wichtig, dass wir uns wieder und wieder mit dieser Thematik auseinandersetzen! Weil es nicht richtiger wird, nur weil etwas mal angenommen worden ist...
Aus meiner Sicht ist das mediale Echo zu dieser Initiative noch ziemlich verhalten und grenzt sich auch stark auf ein paar wenige Plattformen ein (was dann gut und gern auch als Lamentieren im Elfenbeinturm bezeichnet werden kann).Mé La - Piraten vor 2 Tagen Verstoss melden
Die "Zielgruppe" dieser Diskussion sitzt im Augenblick in der Schule, wo wahrscheinlich andere Themen an der Tagesordnung stehen. Ich bleibe dabei, dass dies eine wenig effiziente Sensibilisierungsmassnahme ist.
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1 Kommentar
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Der Entscheid abzutreiben fällt keiner Frau leicht und die Abtreibung wird sicher nicht die Verhütungsmittel ersetzen. Wenn dieser Entscheid aber gefallen ist, ist es wichtig, dass die Abtreibung medizinisch korrekt durchgeführt wird. Die Kosten bei Komplikationen fallen für die die Krankenkassen bzw. deren Prämienzahler viel höher aus. Es ist deshalb richtig, dass die Krankenkassen die Kosten der Abtreibung übernehmen und für eine professionelle Betreuung gesorgt ist.
1 Kommentar
Zurecht verweist Harald Jenk auf die höheren Kosten durch die Folgen unsachgemässer Abtreibungen. Mich beunruhigt ebenso der Umstand, dass vor allem Frauen in einer schwierigen finanziellen Situation aus Verzweiflung und Not zu fragwürdiger Hilfe griffen. Eine medizinisch korrekt durchgeführte Abtreibung wäre faktisch Frauen in gesicherten finanzieller Verhältnisse vorbehalten. Als jene, die weniger davor Angst haben müssen, ihr Kind gut betreut zu wissen.Roland Näf - kandidiert für Grossrat Bern, SP 4. März 2010 Verstoss melden
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1 Kommentar
Nein, es ist intolerant dass Sie die Finanzierung verweigern aufgrund der Annahme, dass das Leben richtiger ist als der Tod, wobei diese These nicht bestätigt werden kann.Mé La - Piraten 3. März 2010 Verstoss melden
Sie entziehen anderen Menschen aufgrund einer unbewiesenen These ihre Freiheit und die Möglichkeit unabhängig von der finanziellen Kapazität entscheiden zu können, ob sie bereit für ein Kind sind. Denn ein Kind ist eine grosse Aufgabe und Verpflichtung die nur mit Liebe bewältigt werden kann.
Oder wollen Sie die Adoption fördern damit die katholischen Kinderheime mehr "Nachschub" haben?
Ich bin Pazifistin und finanziere die Armee auch mit. Ich kann mir immerhin einreden dass ich damit den Konservativen wenigstens die Illusion von Schutz bieten kann, auch wenn es mir nicht passt.
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Stellen sie sich vor: Sie leiden an einer Trisomie21 (downsyndrom) und laufen in Bern an einem Samstagnachmittag die Strasse runter. 92% aller Menschen die sie kreuzen hätten sie nur wegen ihrer Behinderung abgelehnt. Ja, diese 92% hätten über ihr Leben gesagt: Dieses Leben ist nicht lebenswert. Oder vielleicht: die Belastung ist mir zu gross.
Dies ist eine unermessliche Ungerechtigkeit.
Das akzeptieren der Abreibung ohne Grund löst ethisch hoch komplexe Probleme aus. Denn jede Mutter und jeder Vater wünscht sich ein gesundes Kind.
Wir sprechen über die Diskriminierung von Menschen mit einer Behinderung, wir sprechen über Diskriminierungen wegen der Hautfarbe. Aber warum akzeptieren wir nicht, dass die belegte Zahl von 92% eine hochwertige Diskriminierung ist?
Es gibt hier keine Wenn und Aber.
Dies ist eine unermessliche Ungerechtigkeit.
Das akzeptieren der Abreibung ohne Grund löst ethisch hoch komplexe Probleme aus. Denn jede Mutter und jeder Vater wünscht sich ein gesundes Kind.
Wir sprechen über die Diskriminierung von Menschen mit einer Behinderung, wir sprechen über Diskriminierungen wegen der Hautfarbe. Aber warum akzeptieren wir nicht, dass die belegte Zahl von 92% eine hochwertige Diskriminierung ist?
Es gibt hier keine Wenn und Aber.
18 Kommentare
Meiner Ansicht nach sind wir bereits aus biologisch-systemischen Gründen quasi von Natur aus Genoisten, ob nun bewusst oder unbewusst.Mé La - Piraten 26. Februar 2010 Verstoss melden
Letzten Endes finde ich dass wir so wenig über das Leben und das Sterben wissen, dass ich anhand meines Wissens nicht rechtfertigen kann irgend eine andere Person in ihrer Freiheit einzuschränken.
Jeder macht was er will und niemand sagt etwas dazu, da jeder für sich verantwortlich sein soll. Diese Meinung relativiert ALLES.Matthieu J - Parteilos 26. Februar 2010 Verstoss melden
Es geht hier nicht primär um Freiheit – es geht darum, dass eine ganze Meschenmasste (in diesem Falles Personen mit Downsyndrom) diskrimieniert wird – und dies im Namen der Freiheit. Das geht nicht auf.
Diskriminierung findet täglich statt wenn es um Gesundheit geht. Das ist der Lauf der Dinge.Mé La - Piraten 27. Februar 2010 Verstoss melden
Von "sollen" war nie die Rede: Genoismus liegt in der Natur (des Menschen), und ich behaupte dass sich daran aufgrund dieser Initiative nichts ändern wird. Erst recht nicht wenn finanziell schwache des Rechtes beraubt werden, frei zu entscheiden ob sie Eltern werden wollen. Wenn bereits finanzschwache Menschen auch noch ein Kind mit einer Behinderung bekommen (sollen), kann man davon ausgehen dass es entweder an Geld oder an Zeit für das Kind fehlen wird.Mé La - Piraten 1. März 2010 Verstoss melden
Was hat mehr Gewicht:Matthieu J - Parteilos 1. März 2010 Verstoss melden
Jemandem die Freiheit zu nehmen oder einem Kind mit Behinderung das Leben zu entziehen?
Die Antwort dürfte klar sein.
Gerne würde ich mehr Meinungen zu diesem Thema hören – insbesondere der Abtreibungsbefürworter.Matthieu J - Parteilos 1. März 2010 Verstoss melden
Was hat mehr Gewicht:Mé La - Piraten 1. März 2010 Verstoss melden
Jemandem die Freiheit nehmen aufgrund einer Annahme die nicht bestätigt werden kann oder ein Kind auf die Welt zu zwingen, das nicht einmal von seinen Eltern geliebt wird.
Rein zufällig bin ich Abtreibungsbefürworterin.
Kann ein Fötus diskriminiert werden, wenn er noch kein Bewusstsein hat?David H - Piraten 1. März 2010 Verstoss melden
Man muss den einzelnen Fötus betrachten. Für diesen kommt es nicht drauf an, ob er eine Behinderung hat oder nicht. Jede Abtreibung gleich "schlimm", egal ob es sich um ein behindertes Kind handelt oder nicht.
Solange es innerhalb der erlaubten Frist geschieht, ist es meiner Meinung nach keine Diskriminierung und auch kein Mord, weil es sich noch nicht um eine Person handelt. Es kommt niemand zu Schaden.
Findest du es auch diskriminierend, dass weniger agile Samenzellen keine Chance auf eine natürliche Befruchtung haben?
Diskriminierung kann nur existierende Personen betreffen. Die entscheidende Frage ist natürlich, wann eine Person beginnt zu existieren. Wenn dies vor dem Ablauf der gesetzlich erlaubten Frist wäre, dann wäre eine Abtreibung Mord, wenn nicht, dann ist es auch keine Diskriminierung.
Etwas zynisch betrachtet könnte man in den 92% Ablehnung und Missachtung durch die Mitmenschen im späteren Leben auch ein Argument für eine Abtreibung sehen.Oliver aus Zürich - jf 2. März 2010 Verstoss melden
In dieser Hinsicht lässt sich aus den 92% aber sowieso nichts ableiten: Wir wissen nicht, in wie vielen Fällen überhaupt eine pränatale Diagnose zwecks Erkennen von Trisomie 21 durchgeführt wurde. Wir wissen auch nicht, wie hoch die Erkennungsrate ist. Wir wissen nicht, ob nur die Frau oder auch der Mann die Entscheidung getragen hat.
Schliesslich wissen wir auch nicht, wie und wo diese 92% ermittelt wurden. Doch selbst dann wäre die Behauptung mit den 92% diskriminierenden Bernern komplett aus der Luft gegriffen.
Ganz abgesehen davon spielt die Frage der Diskriminierung hier sowieso keine Rolle. Entweder ist die Abtreibung innert Frist in Ordnung oder sie ist es nicht. Die grosse Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer hat sich jedenfalls 2002 an der Urne für die Fristenlösung entschieden.
Nebenbei: Das Schweizer Volk hat 2002 ja nicht nur die Fristenlösung angenommen, sondern auch mit über 80% der Stimmen die "Initiative für Mutter und Kind" verworfen, welche der Frau kurz gesagt das Selbstbestimmungsrecht in Sachen Abtreibung komplett entzogen hätte. Die nun lancierte Initiative "Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache" stammt mehr oder weniger aus derselben Ecke.
@ OlivierMatthieu J - Parteilos 2. März 2010 Verstoss melden
Warum sollten die 92% für die Abtreibung sprechen?
Seien wir ehrlich. Für was wird die pränatale Untersuchung gemacht? Wenn in der pränatalen Untersuchung die Diagnose Trisomie21 festgestellt wird, so wird das in den allermeisten Fällen ein Grund zur Abtreibung sein.
Die Frage der Abtreibung betreffend Diskriminierung spielt sicherlich eine grosse Rolle: Bei im Mutterleib diagnostizierten schwersten Behinderungen dürfen selbst lebensfähige Kinder bis zur Geburt abgetrieben werden.
Das oben genannte Beispiel ist nicht aus der Luft gegriffen. Es handelt sich um eine Person die das Downsyndrom hat... (es ist also nicht nur eine Zahl) und es ist absolut falsch zu denken, dass diese Personen später die allgemeine Meinung der Gesellschaft nicht spüren – nähmlich, dass solche Menschen eigentlich abgetrieben hätten werden sollten. Diese Bermerkung habe ich übrigens schon öfters gehört.
@ David H
Ab der 10 Woche spürt ein Baby/Fötus die Gefühle der Mutter. In der 12 Woche ist der Mensch fertig geformt (Herz, Lungen,...) und muss nur noch wachsen. Ab der 24 Woche ist ein Baby überlebensfähig. Spätabreibungen werden bis zur 24 Woche durchgezogen. Dass ein Fötus kein Bewusstsein hat, kann nicht gesagt werden. Mann kann auch nicht sagen, ob das Bewusstsein nach der Geburt da ist.
Ich bin absolut einverstanden, dass Diskriminierung nur an existierenden Personen geschehen kann. Doch wann eine Person existiert, kann nicht ermittelt werden. Das ist reine Definitionssache.
Dass ein Fötus ein Bewusstsein hat, kann nicht gesagt werden. Man kann auch nicht sagen, ob das Bewusstsein bereits bei der Geburt da ist. Also ich persönlich kann mich an nix erinnern.Mé La - Piraten 2. März 2010 Verstoss melden
Wenn das Downsyndrom diagnostiziert wurde sollte die Entscheidung bei den/der Person/en liegen, die die Verantwortung übernehmen müssen, die einen grossen Teil ihres Lebens, ihrer Zeit, ihrer Energie und ihres Geldes in diese "Leibesfrucht" investieren müssen oder dürfen, damit sie einigermassen "gedeiht".
Das Kind zu bekommen nur damit man sich "nicht die Hände schmutzig" gemacht hat um es dann zur Adoption freizugeben kann ja wohl auch keine Lösung sein. Denn es gibt nicht so viele adoptionswillige Eltern die sich um behinderte Kinder reissen. Das ist also kein Problem dass konkret nur bei der Abtreibung besteht.
Ja, das kann nicht schlüssig ermittelt werden. Es ist auch Definitionssache, ob Tieren nicht auch das Recht auf Leben eingeräumt werden müsste, wenn man menschliches Leben so schützt.David H - Piraten 2. März 2010 Verstoss melden
Die wichtige Frage ist für mich, wie wir mit jenen Babys umgehen, die wir tatsächlich zur Welt bringen. Es ist absolut inakzeptabel, wenn Behinderte als gesellschaftlich unerwünscht angesehen werden – da bin ich einverstanden. Eltern dürfen auch nicht unter Druck gesetzt werden, abzutreiben. Es muss ganz allein der Entscheid der Eltern sein, und diesen gilt es ohne Wenn und Aber zu akzeptieren und unterstützen.
Für mich ist die Frage, wann das Leben beginnt immer noch nicht geklärt.Matthieu J - Parteilos 9. März 2010 Verstoss melden
Darum meine Meinung: eher vorsichtig als fahrlässig sein.
Bezüglich Spätabtreibung bei Behinderung:
Hand aufs Herz. Würden Sie ein Kind mit Behinderung abtreiben?
Mit den Tieren können wir uns nicht vergleichen - sonst dürfte es nur noch Vegetarier werden und jedes Raubtier müsste zur Rechenschaft gezogen werden ;-)
Logisch ist die Frage für Sie noch nicht geklärt, ab wann das Leben schützenswert ist. Das liegt wohl daran, dass es niemand weiss.Mé La - Piraten 9. März 2010 Verstoss melden
Wissen tun wir aber dass die Leute, die das Kind nicht wollen echte Menschen sind. Und dabei bleibe ich. Ich lasse hier die Vorsicht in Bezug auf das Definitive und nicht auf das Mögliche walten.
Da ich so oder so jedes Kind abtreiben müsste da ich seit meinem 11. Lebensjahr weiss, dass eine Schwangerschaft bei mir die Gefahr einer Queschnittlähmung mit sich bringt, kann ich generell sagen dass es für mich egal ist wie behindert ein Kind wäre. Allerdings denke ich nicht dass viele Menschen das "Privileg" haben, diese Entscheidung bereits abgenommen bekommen zu haben. Andere Antworten auf diese Frage?
Wer sagt dass wir uns nicht mit Tieren vergleichen nicht dürfen? Wenn man sich mit den Tieren vergleicht dann hat das mit Vegetarismus nicht zwangsläufig etwas zu tun (wie Sie danach im Grunde selber richtig stellen indem Sie die Menschlichen Moralwerte auf ein Raubtier anwenden wollen, welches ja keinen Vegetarismus praktiziert)...
OK, ich frage anders:Matthieu J - Parteilos 9. März 2010 Verstoss melden
Falls der Kinderwunsch bei Ihnen irgendeinmal so gross ist, dass Sie dieses Risiko auf sich nehmen -- und die Diagnose (z.B. Downsyndrom) würde festgestellt. Würden Sie das Kind behalten? Und wenn nicht, aus welchen Gründen würden Sie abtreiben?
Das ist eine hypotethische Frage die ich ausser Stande bin zu beantworten, weil ich mir mich mit Kinderwunsch gar nicht vorstellen kann, so "unnatürlich" das jetzt klingen mag.Mé La - Piraten 9. März 2010 Verstoss melden
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13 Kommentare
Ich verstehe durchaus was Sie meinen! Im Falle einer Vergewaltigung oder einer schweren Krankheit der Mutter hat man ja bereits heute besondere Bestimmungen, die würden auch mit der Initiative übernommen (man denke nur an den gesunden Menschenverstand der Politiker) .Charles Schnyder Von Wartensee - CVP 23. Februar 2010 Verstoss melden
Interessant wird die Debatte doch bei jenen Frauen die nicht verhüten (oder deren Männer!).
Dafür kann das Kind ja dann nichts, es ist unmenschlich und lebensverachtend das Kind dann zu töten.
Da die Allgemeinheit heute aber von einem allgemeinen Recht auf Abtreibung für die Frau zu beharren scheint, kann Abtreibung als solches nicht verboten werden (realpolitisch nicht mehr durchsetzbar).
Ich finde es aber auf eine Art pervers, dass man einem Lebewesen ein Recht auf Leben zuspricht, einem anderen aber nicht.
Wir hatten es in der Geschichte leider schon genügend, dass gewisse Menschen "wissen", welches Leben lebenswerter ist und welches nicht.
Diese moralische und ethische Entwicklung in unserer Gesellschaft macht mir sehr zu schaffen.
Wenn jemand schon abtreiben muss, sollen die Kosten auch von den betreffenden übernommen werden.
Es scheint wirklich einen moralischen Zerfall und einen Verlust an Eigenverantwortung in unserer Gesellschaft zu geben.
Schade eigentlich
Ich verstehe durchaus was Sie meinen! Im Falle einer Vergewaltigung oder einer schweren Krankheit der Mutter hat man ja bereits heute besondere Bestimmungen, die würden auch mit der Initiative übernommen (man denke nur an den gesunden Menschenverstand der Politiker) .Charles Schnyder Von Wartensee - CVP 23. Februar 2010 Verstoss melden
Interessant wird die Debatte doch bei jenen Frauen die nicht verhüten (oder deren Männer!).
Dafür kann das Kind ja dann nichts, es ist unmenschlich und lebensverachtend das Kind dann zu töten.
Da die Allgemeinheit heute aber von einem allgemeinen Recht auf Abtreibung für die Frau zu beharren scheint, kann Abtreibung als solches nicht verboten werden (realpolitisch nicht mehr durchsetzbar).
Ich finde es aber auf eine Art pervers, dass man einem Lebewesen ein Recht auf Leben zuspricht, einem anderen aber nicht.
Wir hatten es in der Geschichte leider schon genügend, dass gewisse Menschen "wissen", welches Leben lebenswerter ist und welches nicht.
Diese moralische und ethische Entwicklung in unserer Gesellschaft macht mir sehr zu schaffen.
Wenn jemand schon abtreiben muss, sollen die Kosten auch von den betreffenden übernommen werden.
Es scheint wirklich einen moralischen Zerfall und einen Verlust an Eigenverantwortung in unserer Gesellschaft zu geben.
Schade eigentlich
bitte entschuldigen Sie den Doppelpost, die Internetverbindung hat ein wenig gehinkt :)Charles Schnyder Von Wartensee - CVP 23. Februar 2010 Verstoss melden
Lieber Charles Schnyder von Wartensee, es ist einfach Realität, dass Frauen ihre Schwangerschaften unterbrechen; das hat es immer, in jedem Zeitalter, in jeder Gesellschaf und in jeder Schicht gegeben und keine Regelung wird das je ändern. Es ist richtig, dass Frauen ihre eigenen Kräfte einschätzen können und sich je nach dem für eine Schwangerschaft oder eben einen Abbruch entscheiden. Für ein Kind ist das überlebenswichtig. Es bringt keinem Kind was, wenn es ausgetragen, dann aber in seiner Entwicklung nicht getragen wird.Lea Kusano - kandidiert für Grossrat Bern, SP 23. Februar 2010 Verstoss melden
Die Frage die sicht doch stellt ist, wie wir als Gesellschaft mit dem Fakt des Schwangerschaftsabbruches umgehen wollen. Ich könnte es nicht verantworten, wenn Frauen wegen fehlender finanzieller Unterstützung wieder anfangen müssen, kochendes Wasser oder Stricknadel einzuführen.
So oder so kann ich sagen, es gibt wirklich nichts unmenschlicheres, als von einer Frau zu verlangen, dass sie ein ungewolltes Kind austrägt. Die körperlichen Veränderungen sind so massiv, so einschneidend, das kann man einfach keiner Frau auferzwingen.
Herr Von Wartensee: Sie schreiben, die Allgemeinheit scheine auf dem "Recht auf Abtreibung für die Frau zu beharren".Oliver aus Zürich - jf 23. Februar 2010 Verstoss melden
Diese Bemerkung ist kaum angebracht. Immerhin hat der Souverän die Fristenlösung damals klar und deutlich angenommen. Wenn man die Volksabstimmung als basisdemokratisches Mittel zur Konsensfindung verstehen will, dann hat sich die Allgemeinheit - wenn das überhaupt zum Thema gemacht werden soll - darauf geeinigt. Die "gewissen Menschen", die hier - um bei Ihren Worten zu bleiben - über "lebenswertes Leben" entschieden haben, sind insofern das Schweizer Volk in seiner Gesamtheit.
Aber eben: Es geht ja an sich auch nicht nur um das nach wie vor sehr umstrittene ungeborene Leben, sondern vor allem um das unbestrittenermassen schon sehr lebendige Leben der jungen Frau.
Da es sich bei der Abtreibung im Rahmen der Fristenlösung um einen dem Volksentscheid entsprechenden medizinischen Eingriff handelt, war und ist m.E. nicht einzusehen, weshalb dies nicht von der Grundversicherung übernommen werden sollte.
Es sollte zudem nicht vergessen werden, dass die Abtreibung entgegen Ihren Andeutungen nicht einfach eine "Alternative" zur Verhütung ist. Eine Abtreibung ist immer noch ein schwerer medizinischer Eingriff. Dieser Eingriff kann weitreichende psychische und physische Folgen zeitigen, über welche umfassend aufzuklären der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin aus gesetzlichen Gründen verpflichtet ist. Es ist also kaum anzunehmen, dass die Entscheidung für oder gegen die Abtreibung leichtfertig gefällt wird.
@ Herr OliverCharles Schnyder Von Wartensee - CVP 23. Februar 2010 Verstoss melden
Sie erwähnen die Fristenregelung, was meiner Meinung nach nicht ganz korrekt ist. Die Fristenregelung hat mit der diskutierten Vorlage nichts zu tun. Auch nach Annahme der Vorlage kann man unter Berücksichtigung des Art. 119 STGB strafffrei abtreiben. (Der gesunde Menschenverstand der Politiker gebietet es) (http://www.admin.ch/ch/d/sr/311_0/a119.html) Mir ist dieser Volksentscheid durchaus bekannt, ich würde auch nicht im Traum daran denken, an diesem zu rütteln. Nur geht es bei dieser Diskussion um die Finanzierung der Abtreibung über die GV. Jene Frauen welche sich dazu entschliessen würden innerhalb gegebener Frist abzutreiben, würden das auch weiterhin straflos tun können. Mit Annahme der Vorlage würde sich das nicht ändern.
Was sich aber ändern würde, wäre die Finanzierung über die GV. Wer ein Kind abtreiben würde, müsste die Kosten selber bezahlen. Sie haben Recht, wenn Sie von einem schweren medizinischen Eingriff sprechen, der die Mutter sowohl psychisch wie auch physisch schwer belasten kann. Man darf aber nicht vergessen, dass es sich dann aber um einen freiwilligen und nicht notwendigen Eingriff handelt. Vergleichen wir es mit einer Schönheits-OP. Hierbei handelt es sich auch um einen schweren medizinischen Eingriff, jener wird aber nicht von der GV übernommen (Irrtum vorbehalten).
Wenn die Abtreibung aber aus medizinischen Gründen (Gesundheit der Frau) notwendig wird, ist straffreies abtreiben möglich und die Kosten würden von der GV übernommen. (Nochmals: Der gesunde Menschenverstand gebietet es eigentlich).
Liebe Frau KusanoCharles Schnyder Von Wartensee - CVP 23. Februar 2010 Verstoss melden
Wieder bleibt mir nichts anderes als zu sagen, dass ich Ihrem Einwand vollstes Verständnis entgegenbringen kann. Abtreibungen hat und wird es immer geben, das ist mir durchaus bewusst. Allerdings ist es nicht das Ziel der Vorlage, Abtreibung zu verunmöglichen oder gar zu verbieten.
Da es sich bei der Abtreibung aber nicht um einen notwendigen Eingriff handelt, sollen die Kosten auch selber getragen werden. Sollte eine Abtreibung aus medizinischen Gründen notwendig sein, würden die Kosten auch weiterhin von der GV übernommen werden.
Es geht also nicht darum, die Abtreibung abzuschaffen oder zu verbieten, es geht vielmehr um einen moralischen Aspekt.
Beste Grüsse
Liebe Frau KusanoFranziska Remund 23. Februar 2010 Verstoss melden
Frauen unterbrechen ihre Schwangerschaft nicht, sie beenden sie. Das Leben für dieses Kind geht nicht mehr weiter. Das Wort überlebenswichtig finde ich auch nicht sehr passend. Die Mutter entscheidet sich nämlich einfach dagegen.
Auch eine Frau entwickelt sich in diesen neun Monaten, nicht nur das Kind. Ich könnte ihnen unzählige Beispiele aufzählen von Frauen die es zwar nicht einfach hatten, aber froh sind nicht abgetrieben zu haben. Finanzielle Not spricht nie gegen das Leben. In der Schweiz sowieso nicht.
Abgetrieben wurde immer, das ist wohl so. Richtig wird es dadurch nie.
Sie schrieben auch folgendes: So oder so kann ich sagen, es gibt wirklich nichts unmenschlicheres, als von einer Frau zu verlangen, dass sie ein ungewolltes Kind austrägt. Die körperlichen Veränderungen sind so massiv, so einschneidend, das kann man einfach keiner Frau auferzwingen.
Es ist einfach die Konsequenz und es ist das natürlichste der Welt ein Kind auszutragen und zu gebären. Nicht alle Kinder sind Wunschkinder. Es gibt die Möglichkeit ein Kind zur Adoption freizugeben.
Wussten sie dass ein 16-jahriges Mädchen abtreiben kann ohne dass seine Eltern es erfahren?
Es kann aber weder einen Computer kaufen noch sein Stimmrecht ausüben.
Das möchte ich mit Krankenkassenprämien nicht mitfinanzieren!
Schade dass sie anderen Menschen das Recht auf Selbstbestimmung nehmen wollen und eine dermassen wichtige und schwerwiegende Entscheidung von der Finanziellen Kapazität abhängig machen (wobei ich nochmals betonen möchte, dass Ihre Einstellung zum "finanziellen Glück in der Schweiz" nach wie vor nicht nachvollziehen kann) weil Sie Leben höher werten als Sterben, obschon diese Wertung unmöglich auf Tatsachen beruhen kann. Mitunter frage ich mich sogar ob es nicht einfach nur Geiz ist.Mé La - Piraten 1. März 2010 Verstoss melden
Ich muss sagen, ich bin schockiert, mit welcher Leichtfertigkeit hier der Wert des Lebens relativiert wenn nicht gar abgesprochen wird!Adrian Zehnder 5. März 2010 Verstoss melden
Es ist doch schlicht absurd, Leben nicht höher gewichten zu wollen als Sterben. Klar das eine bedingt das andere, aber ich kenne niemanden, der ohne psychische Probleme lieber das Sterben wählen würde... Auch ist mir nicht wirklich geläufig, dass bei der Entstehung von Leben und bei Geburten regelmässig gejubelt wird, wenn das Baby tot zur Welt kommt bzw. dass an Beerdigungen gefeiert wird, weil das Sterben höher zu werten ist als das gerade zu Ende gegangene Leben... Leben steht am Anfang, Sterben am Ende, wie kann es da schwer fallen, eine Gewichtung zu akzeptieren?
Recht auf Selbstbestimmung... Und was ist mit der Selbstbestimmung des ungeborenen Kindes?? Ein Kind braucht NIE finanziellen Überfluss, alles was ein Kind braucht ist die LIEBE seiner Mutter und seines Vaters - und das ist meines Wissens absolut kostenlos!
Ich empfinde es als grundsätzlich verantwortungslos ein Kind abzutreiben, ein Menschenleben zu beenden.Adrian Zehnder 5. März 2010 Verstoss melden
Es lässt sich durchaus darüber diskutieren, ob in gewissen Situationen eine Abtreibung vollzogen werden soll (Vergewaltigung, Komplikationen für die Mutter, ...), aber aufgrund des Selbstbestimmungsrechts zu fordern, dass jede Frau "nach Lust und Laune" abtreiben kann, und das auch noch fremdfinanziert wird, das geht auch mir zu weit!
Das Selbstbestimmungsrecht setzt nach meinem Verständnis in erster Linie eine gewisse SelbstVERANTWORTUNG voraus. Aus dieser - so müsste man wenigstens meinen - ist zu schliessen, dass jede Frau und jeder Mann wissen muss, dass Sex immer zu einer Schwangerschaft führen kann. Wenn tatsächlich Pannen passieren, gibt es ja bereits die "Pille danach", die auch keine Krankenkasse bezahlt - und da reklamiert keiner, es ist selbstverständlich! Aber eine Abtreibung müsste dann plötzlich bezahlt werden...??
Ich teile Ihre Ansichten, Frau Remund!
Es tut mir leid, wenn Sie meine Meinung schockiert.Mé La - Piraten 5. März 2010 Verstoss melden
Es ist für mich nunmal schlicht frei von jedem empirischen Grund, Leben höher zu gewichten als Sterben. Es mag vielleicht aus unserer Sicht, aus der Perspektive des einzelnen einfachen Menschen etwas Unglaubliches sein und uns Anlass geben, uns über das Leben zu freuen und den Tod zu betrauern, aber gemessen am Werden und Vergehen dem alles unterworfen ist, ist keiner der beiden "(un)Zustände" richtiger als der andere.
Recht auf Selbstbestimmung - ein gutes Thema: Der Fötus, der mehr einer Urkreatur als einem Mensch gleicht, von dem wir nicht wissen ob er fühlen, denken oder irgendetwas begreifen kann, soll also mehr wert sein als die Freiheit einer handelnden, fühlenden und 100%ig schützenswerten Person? Ich verstehe nich wie man aufgrund einer Annahme einer Anderen Person Vorschriften machen will.
Ich verstehe auch nicht warum die Pille danach (welche nach der Vereinigung von Samen und Eizelle eingesetzt wird) ok ist, und eine Abtreibung nicht. Haben Sie irgendwo einen Spick mit dem Minutenplan ab wann man von Schützenswertem Leben sprechen kann?
Dass ein Kind nur von Luft und Liebe leben kann ist mir neu. Nahrung, Kleidung, Sicherheit, Geborgenheit, Soziale Strukturen, Bildung etc ist meines Wissens nach auch nicht ganz gratis.
Ob man von etwas wirklich Menschlichem reden kann oder ob es einfach nur eine Sauce aus Samen und Eizelle ist, ist doch gar nicht belegt. Woher diese absolute Sicherheit?
Keine Frau treibt "aus Lust und Laune" ab. Ich wundere mich sehr über dieses Weltbild. Das ist kein Spaziergang zum Kosmetiker sondern ein schmerzhafter und mit moralischen Konflikten belasteter Eingriff der alles ander als "nach Lust und Laune" durchgeführt wird, sondern eher "aus Last und Leiden".
Selbstverantwortung, ok. Finde ich gut. Aber muss denn aus jedem kleinen Fehltritt oder aus jedem Präservativfabrikationsfehler gleich ein "unglaublich heiliges Menschenleben" auf die Welt gezerrt werden, selbst wenn die Frau dabei quasi als Gebährmaschine missbraucht wird weil man sie finanziell zur Geburt drängt?
Übrigens: der Stand der Dinge im Augenblick ist bereits so, dass die Finanzierung über die Grundversicherung läuft. Das kommt nicht erst neu. Nein Sie haben sich bereits "schuldig" im "Sinne Ihrer eigenen Anklage" gemacht und finanzieren mit Ihren Prämien (falls Sie sie denn selber bezahlen) bereits seit Jahren Abtreibungen.
Sind Sie darum ein schlechterer Mensch?
Ich denke nicht. Andernfalls müsste ich mich wohl auf der Stelle aufgrund der Tatsache dass ich mit meinen Steuern Waffen und Armee finanziere selber verurteilen.
Demokratie ist für die Minderheit durchaus kein Zuckerschlecken (glauben Sie mir, das kann ich spätestens seit dem letzten Jahr gut nachvollziehen), aber ich denke es belastet das von uns allen finanzierte System absolut unnötig, eine Diskussion deren Beschluss gefasst wurde noch einmal aufs Tapet zu bringen und dabei erst noch auf nicht vorhanden Einsparungsmöglichkeiten hinzuweisen, denn defakto ist eine Geburt teurer als eine Abtreibung, und daran lässt sich jetzt nicht rütteln.
(Bezüglich Selbstbestimmung:) Das ist doch keine Wertungsfrage, was bzw. wer mehr "wert" ist, ein Fötus oder eine, wie Sie es sagen, handelnde, fühlende und 100%-ig schützenswerte Person! Es lässt sich eigentlich in keinen Umständen ein Menschenleben gegen ein anderes ab- oder aufwiegen! ("Un-"eigentlich sind dann die Beispiele, in welchen dann die Frage gestellt wird, ob man bereit wäre ein anderes Leben auszulöschen um das eigene zu retten [Schiffsplanke trägt nur einen, es sind zwei im Wasser], etc.). Aber - und das sagt auch der Initiativtext - es geht ja gerade nicht um Fälle, wo bspw. das Leben der Mutter durch eine Schwangerschaft und oder Geburt gefährdet wäre. Die Wertung ist in diesen Fällen zugunsten der Mutter eher vertretbar nach dem Motto, die Mutter retten, oder beide verlieren.Adrian Zehnder 5. März 2010 Verstoss melden
Allerdings geht es bei der "Freiheit" zu entscheiden, wie Sie es proklamieren darum, dass nur die (für uns [!!] wahrnehmbar) handelnde, fühlende 100%-ig schützenswerte Person tatsächlich eine Entscheidung treffen kann! Der Fötus hingegen ist der Entscheidung der werdenden Mutter ausgeliefert! Entsprechend finde ich es genauso falsch, nur der Mutter ein Selbstbestimmungsrecht einzuräumen, dem Fötus hingegen nicht. Im Prinzip müsste man ja die Ansicht vertreten, dass jeder Fötus das selbe Recht auf eine faire Chance zu leben hat.
(Zur Pille danach:) Die Pille danach wird in der Regel eingeführt, BEVOR eine Befruchtung stattgefunden hat! Die Ovaluation wird verzögert oder gehemmt, je nach Präparat (so sagt es zumindest Wikipedia: und ich gehe davon aus, dass die das nicht Grundfalsch sehen). In diesem Zusammenhang sehe ich auch weniger ein Problem, da gerade eben verhindert wird, dass eine befruchtete Eizelle entstehen kann, woraus dann ein Mensch entstehen würde. (Allerdings bin ich davon überzeugt, dass es auch Personen gibt, die die Pille danach als wider die Natur betrachten und daher ablehnen würden, da ein Eingriff gemacht wird, welcher die Entstehung von Leben verhindert)
Ich bin entsprechend ganz klar der Ansicht, dass eine befruchtete Eizelle bereits die Qualifikation - wenn man das so sagen kann - "Mensch" und auch einen entsprechenden Schutz verdient.
(Zu Kinder, Luft und Liebe:) Das ist war, aber das einzige was ein Kind von seinen wirklich braucht, ist geliebt zu werden! Alles andere lässt sich - und da Teile ich die Ansicht von Frau Remund - zumindest in der Schweiz kein wirklich ernst zu nehmendes Argument! Sicherlich bedeutet Kinder zu haben auch einen finanziellen Mehraufwand hinzunehmen - ich weiss wovon ich spreche, ich bin auch mit einem gesegnet - und ich streite auch nicht ab, dass die Umstände sehr widrig und schwierig sein können, aber ich wehre mich vehement gegen das Vorschieben von zu hohen Kosten als Rechtfertigung dafür, ein Kind abzutreiben!! Wenn man sich ehrlich darum bemüht, gibt es immer Möglichkeiten von staatlichen oder institutionellen Organisationen und Hilfswerken Unterstützung zu bekommen - alles andere müssen Sie mir schwarz auf weiss belegen, bspw. dass ein Kind verhungert ist, weil zuwenig Geld da war für Essen oder weil es nicht in die Schule gehen konnte, die sowieso kostenlos ist in der CH, oder nichts anzuziehen hatte. Geborgenheit und Sicherheit, welche ein Kind durch aus auch braucht, kostet auch nichts! Einem Kind ist es egal, wie viel Geld Mami oder Papi zur Verfügung haben, solange es weiss, dass es geliebt wird.
Da ich dieses "Finanzargument" so nicht gelten lassen kann, habe ich auch die Wendung "nach Lust und Laune" verwendet, was zugegebenermassen wohl auch nicht in jedem Fall zutrifft, vielleicht trifft es auch in den wenigsten Fällen zu, aber das ist der Eindruck, welcher vermittelt wird, wenn diese Argumente so gelesen werden... Ich hoffe sehr, dass jede Frau moralisch Schwierigkeiten hat und diesen Schritt nicht leichtfertig macht - alles andere würde ihr selber das Recht zu Leben absprechen!
(Zum "unglaublich heiligen Menschenleben":) ja, ich bin der Ansicht, dass jedes einzelne Menschenleben auf diesem Planeten an und für sich "unglaublich heilig" ist, weil es ein Wunder ist, dass so etwas komplexes und wundervolles überhaupt möglich ist und existieren kann! Insofern ja, bin ich der Ansicht, dass jeder "Präservativfabrikationsfehler" oder jede entsprechende Falschanwendung oder Nichtanwendung, die eine natürliche Befruchtung nach sich zieht, unbedingt ein "unglaublich heiliges Menschenleben" hervorbringen muss!!
Ich bin mir durchaus bewusst über den Stand der Dinge, wie Sie es treffend bezeichnen. Und ja, insofern muss ich mir die Schuld eingestehen, Abtreibungen mitfinanziert zu haben. Allerdings bietet sich jetzt die Chance, daran etwas zu ändern! Dass, wenn ich die Abtreibung nicht verhindern kann, wenigstens nichts dafür bezahlen muss...
Und wenn diese Initiative auch nur eine einzige Frau - und sei es halt aus finanziellen Gründen - gegen eine Abtreibung entscheidet und bspw. für eine Adoption oder das Kind gar selber behält, dann hat sich m.E. der ganze Aufwand gelohnt, dann hat nämlich ein weiteres "unglaublich heiliges Menschenleben" die Chance, die Welt ein kleines Stück besser zu machen!
Dessen ungeachtet möchte ich doch angemerkt haben, dass ich eine Frau nicht als schlechten Menschen ansehe, weil sie eine Abtreibung hat machen lassen! Ich verurteile nicht die Einzelperson, die abtreibt, dazu genötigt oder sich dazu gezwungen sieht. Ich verurteile aber entschieden die Ignoranz und die Nichtachtung und Nichtwürdigung des menschlichen Lebens, welche vor allem durch eine Abtreibung gezeigt wird!
Ich bemitleide Menschen, welche sich zu einer Abtreibung entschliessen, weil ihnen etwas vom Wunderbarsten, was das eigene Leben zu bieten hat, entgeht - um nicht zu sagen, dass sie es wegwerfen!!
Dass die Demokratie vor allem für die Minderheit nicht immer lustig ist - da stimme ich Ihnen zu - hat das letzte Jahr mehr als deutlich gezeigt...
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Ungewollte Schwangerschaften kommen vor und sind - genau wie die Entscheidung zu einer Abtreibung - eine grosse Belastung für die Frau. Kaum eine Frau entscheidet sich leichtsinnig zu diesem Schritt und trägt dieses Ereignis häufig ein Leben lang in Form eines schlechten Gewissens mit sich mit. Reicht das nicht aus resp. ist das nicht schon zu viel? Und kennen Sie einen Mann, dem es auch so geht?
Wer sich für eine Abtreibung entscheidet, tut dies aus einer Notsituation heraus auch wenn das Kind nicht durch eine Vergewaltigung gezeugt wurde! Darum würden Abtreibungen auch gemacht werden, wenn sie nicht mehr von der Grundversicherung bezahlt werden, doch unter schlechteren Bedingungen und unter grösseren Risiken für die Frauen. Ob da Geld zu sparen ist, bezweifle ich!
Eine Annahme der Initiative würde bedeuten, dass sich reiche Frauen eine korrekt durchgeführte Abtreibung und eine entsprechende Nachbetreuung leisten können. Weniger gut Situierte treiben nicht ab (und kommen so in noch grössere finanzielle, psychische Probleme) oder tuen es irgendwie, irgendwo unter miserablen Bedingungen mit häufig schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen, die dann von der Krankenkasse übernommen werden müssen.
Ich bin erstaunt, dass diese Diskussion wieder aufs Tapet kommt, denn hinter den vermeintlichen Sparbemühungen verstecken sich einzig die Abtreibungsgegner, die noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen sind und sich noch nicht mit ihrer politischen Niederlage von 2002 (Annahme der Fristenlösung durch das Volk mit 72% und Ablehnung der Initiative "Mutter und Kind" 82%) abgefunden haben.
Die Wahl zu haben, das ist doch eine wirkliche Errungenschaft! Niemand, der nicht will muss abtreiben. Gleichzeitig haben diese Leute nicht das Recht über andersdenkende zu bestimmen und ihnen ihren Willen aufzuzwängen.
Umso stossender finde ich diese Debatte, da "potenzsteigernde Mittel" wie Viagra von der Grundversicherung übernommen, die überteuerten Verhütungsmittel aber ausgeschlossen sind.
Wer sich für eine Abtreibung entscheidet, tut dies aus einer Notsituation heraus auch wenn das Kind nicht durch eine Vergewaltigung gezeugt wurde! Darum würden Abtreibungen auch gemacht werden, wenn sie nicht mehr von der Grundversicherung bezahlt werden, doch unter schlechteren Bedingungen und unter grösseren Risiken für die Frauen. Ob da Geld zu sparen ist, bezweifle ich!
Eine Annahme der Initiative würde bedeuten, dass sich reiche Frauen eine korrekt durchgeführte Abtreibung und eine entsprechende Nachbetreuung leisten können. Weniger gut Situierte treiben nicht ab (und kommen so in noch grössere finanzielle, psychische Probleme) oder tuen es irgendwie, irgendwo unter miserablen Bedingungen mit häufig schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen, die dann von der Krankenkasse übernommen werden müssen.
Ich bin erstaunt, dass diese Diskussion wieder aufs Tapet kommt, denn hinter den vermeintlichen Sparbemühungen verstecken sich einzig die Abtreibungsgegner, die noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen sind und sich noch nicht mit ihrer politischen Niederlage von 2002 (Annahme der Fristenlösung durch das Volk mit 72% und Ablehnung der Initiative "Mutter und Kind" 82%) abgefunden haben.
Die Wahl zu haben, das ist doch eine wirkliche Errungenschaft! Niemand, der nicht will muss abtreiben. Gleichzeitig haben diese Leute nicht das Recht über andersdenkende zu bestimmen und ihnen ihren Willen aufzuzwängen.
Umso stossender finde ich diese Debatte, da "potenzsteigernde Mittel" wie Viagra von der Grundversicherung übernommen, die überteuerten Verhütungsmittel aber ausgeschlossen sind.
3 Kommentare
sie schreiben:Franziska Remund 19. Februar 2010 Verstoss melden
Wer denkt dadurch würden weniger Abtreibungen gemacht und mehr "glückliche" Kinder geboren, täuscht sich.
Das ist ihre Annahme, woher wollen sie das wissen?
Ist ein Wunschkind automatisch glücklich?
weiter schreiben sie:
Die Wahl zu haben, das ist doch eine wirkliche Errungenschaft! Niemand, der nicht will muss abtreiben. Gleichzeitig haben diese Leute nicht das Recht über andersdenkende zu bestimmen und ihnen ihren Willen aufzuzwängen.
Diese sogenannte Errungenschaft sehen viele nicht als solche. Ihr Aussage über Andersdenkende nicht bestimmen zu wollen trifft zu. Dann akzeptieren sie sicher dass nicht alle Abtreibungen mitfinanzieren möchten.
Ich bin dankbar wird dieses Thema mit dieser Initiative wieder aufgerollt. Denn das ist keine Zeiterscheinung vom 21.Jahrhundert sondern die Frage ob wir über Leben entscheiden dürfen.
Ein Wunschkind muss nicht zwangsläufig glücklich sein, aber ein Heimkind hat bedeutend mehr Hürden zu überwinden bis zu seinem Glück... Das ist keine Annahme, das ist logisch. Wir sind Säugetiere und wir benötigen die volle und uneingeschränkte Aufmerksamkeit und Aufopferung der Eltern, und das über Jahre hinweg. Wie kann man sich das Recht herausnehmen, anderen Menschen diese Bürde aufzuzwingen?Mé La - Piraten 20. Februar 2010 Verstoss melden
Wie bereits an anderer Stelle erwähnt haben wir als Bewohner eines Industriestaates mitten in Europa das Privileg, bereits tagtäglich für den Tod anderer Menschen "verantwortlich" zu sein, und dafür zahlen wir sogar:
Wir bezahlen Kaffee, wir bezahlen Früchte, wir bezahlen Zucker, wir bezahlen für Öl, wir finanzieren unentwegt Ausbeutung und Vernichtung... Die Globalisierung lässt uns die Konsequenzen auf anderen Erdteilen zwar nicht spüren, aber wer mit offenen Augen durch die Welt schreitet sieht, dass unsere Dekadenz ständig Tote fordert. Ich finde wer Abtreibungen nicht bezahlen will, der darf sich auch viele andere Güter nicht leisten können.... Wer A sagt muss auch B sagen...
Es ist keine neumodische Erscheinung. Noch heute gibt es kleine Kinderfriedhöfe hinter Klostermauern... Wir entscheiden bereits tagtäglich über anderes Leben, nur sollten wir endlich Verantwortung dafür übernehmen...
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Die Diskussion über das Thema "Abtreibung" ist eine höchst emotional geführte Debatte, welche nicht selten in ideologischen Grabenkämpfen mündet.
Es scheint heute zunehmends schwieriger geworden zu sein, zwischen dem Selbstbestimmungsrecht der Frau und dem Recht auf Leben eines ungeborenen Kindes zu entscheiden. Jedenfalls habe ich nach zahlreichen Diskussionen zu diesem delikaten Thema diesen Eindruck erhalten.
Für manche Schweizer scheint es sogar ein Grundrecht auf Abtreibung zu geben, hergeleitet durch das Selbstbestimmungsrecht der Frau.
Grundsätzlich halte ich diese Initiative für unterstützenswert, allerdings hat sie für mich einen grossen Nachteil:
Es wird nicht genannt, in welchen Fällen die Kosten einer Abtreibung übernommen werden sollen.
Für mich steht ausser Frage, dass die Kosten übernommen werden sollten, wenn eine Frau vergewaltigt wurde oder die Geburt schwere Folgen für die Frau haben könnte (zB tödliche).
Insofern würde ich auch einen Gegenvorschlag unterstützen, welche diese Punkte so noch übernehmen. Sollte kein Gegenvorschlag zustande kommen, werde ich auf den gesunden Menschenverstand der Politiker setzen und die Initiative dennoch unterstützen.
Die Abtreibung ist ein widernatürlicher Eingriff in die wohl natürlichste Sache der Welt: die Schwangerschaft. Warum soll das von der Grundversicherung übernommen werden?
Die Schwangerschaft ist keine Krankheit die es zu heilen gilt!
Und an alle welche die Abtreibung beschönigen wollen: Wir sprechen hier über das Töten eines ungeborenen Kindes!
Es scheint sich in unserer Gesellschaft zunehmend eine etwas verknorkste Einstellung zum Leben zu etablieren, da einem ungeborenen Kind scheinbar weniger Rechte zugesprochen werden, da es noch nicht auf die Welt gekommen ist.
Ein ungeborenes Kind ist jedoch unter dem Vorbehalt erbberechtigt, dass es lebend zur Welt kommt. Aber ein ultimatives Recht auf Leben soll es nicht haben?
Ganz nach dem Spruch: erbe oder sterbe.
Diese Entwicklung in unserer Gesellschaft ist doch sehr makaber!
Zusammenfassend bleibt mir zu sagen:
Mir ist durchaus bewusst, dass wir mit dieser Initiative nicht über ein Verbot von Abtreibungen sprechen (welches ich so auch nicht ünterstützen würde), sondern über die Streichung finanzieller Unterstützung für Abtreibungswillige.
Ich unterstütze diese Initiative, auch wenn ich mir noch Anpassungen wünschen würde welche genau klären in welchen Fällen die Abtreibung von der Grundversicherung übernommen wird.
Auch ein ungeborenes Kind trägt schlussendlich bereits das ganze Potential eines Menschen in sich. Für mich ist es daher nicht verantwortbar, dieses Leben auszulöschen oder die Abtreibung finanziell zu unterstützen.
Beste Grüsse
Es scheint heute zunehmends schwieriger geworden zu sein, zwischen dem Selbstbestimmungsrecht der Frau und dem Recht auf Leben eines ungeborenen Kindes zu entscheiden. Jedenfalls habe ich nach zahlreichen Diskussionen zu diesem delikaten Thema diesen Eindruck erhalten.
Für manche Schweizer scheint es sogar ein Grundrecht auf Abtreibung zu geben, hergeleitet durch das Selbstbestimmungsrecht der Frau.
Grundsätzlich halte ich diese Initiative für unterstützenswert, allerdings hat sie für mich einen grossen Nachteil:
Es wird nicht genannt, in welchen Fällen die Kosten einer Abtreibung übernommen werden sollen.
Für mich steht ausser Frage, dass die Kosten übernommen werden sollten, wenn eine Frau vergewaltigt wurde oder die Geburt schwere Folgen für die Frau haben könnte (zB tödliche).
Insofern würde ich auch einen Gegenvorschlag unterstützen, welche diese Punkte so noch übernehmen. Sollte kein Gegenvorschlag zustande kommen, werde ich auf den gesunden Menschenverstand der Politiker setzen und die Initiative dennoch unterstützen.
Die Abtreibung ist ein widernatürlicher Eingriff in die wohl natürlichste Sache der Welt: die Schwangerschaft. Warum soll das von der Grundversicherung übernommen werden?
Die Schwangerschaft ist keine Krankheit die es zu heilen gilt!
Und an alle welche die Abtreibung beschönigen wollen: Wir sprechen hier über das Töten eines ungeborenen Kindes!
Es scheint sich in unserer Gesellschaft zunehmend eine etwas verknorkste Einstellung zum Leben zu etablieren, da einem ungeborenen Kind scheinbar weniger Rechte zugesprochen werden, da es noch nicht auf die Welt gekommen ist.
Ein ungeborenes Kind ist jedoch unter dem Vorbehalt erbberechtigt, dass es lebend zur Welt kommt. Aber ein ultimatives Recht auf Leben soll es nicht haben?
Ganz nach dem Spruch: erbe oder sterbe.
Diese Entwicklung in unserer Gesellschaft ist doch sehr makaber!
Zusammenfassend bleibt mir zu sagen:
Mir ist durchaus bewusst, dass wir mit dieser Initiative nicht über ein Verbot von Abtreibungen sprechen (welches ich so auch nicht ünterstützen würde), sondern über die Streichung finanzieller Unterstützung für Abtreibungswillige.
Ich unterstütze diese Initiative, auch wenn ich mir noch Anpassungen wünschen würde welche genau klären in welchen Fällen die Abtreibung von der Grundversicherung übernommen wird.
Auch ein ungeborenes Kind trägt schlussendlich bereits das ganze Potential eines Menschen in sich. Für mich ist es daher nicht verantwortbar, dieses Leben auszulöschen oder die Abtreibung finanziell zu unterstützen.
Beste Grüsse
29 Kommentare
Wissenschaftlich ist bis heute nicht geklärt, ab welchem Stadium/Alter tatsächlich von einem individuellen Leben gesprochen werden kann, bei der geschlechtsreifen Frau hingegen kann man sich sehr sicher sein dass sie ein individuelles Lebewesen ist.Mé La - Piraten 18. Februar 2010 Verstoss melden
Tun Sie dem Kind einen Gefallen wenn Sie die Frauen, die ungewollt schwanger sind, mit finanziellem Druck dazu zwingen wollen, zu gebähren?
Nein mit dieser Initiative wird ja niemand dazu gezwungen das Kind zu gebären, die Kosten für die Abtreibung sollen nur selber bezahlt werden, wenn man ein Kind auch abtreiben will! Natürlich mit der Ausnahme gravierender Fälle wie einer Vergewaltigung, drohender Tod der Mutter....Charles Schnyder Von Wartensee - CVP 18. Februar 2010 Verstoss melden
Tue ich dem Kind einen gefallen, wenn ich Frauen zwinge zu gebären?
Nun auf diese Frage möchte ich mit einer Gegenfrage antworten:
Erhoffen Sie Sich für ein Kind etwa bessere Lebensumstände wenn Sie es abtreiben?
Ins gleiche geht es doch mit Behinderungen. Wenn ein Kind eine Behinderung hat, kann es sowieso kein fröhliches Leben haben (sagt man). Das reale Leben zeigt oft das Gegenteil, Menschen mit Behinderungen sind oftmals lebensmutiger und bejahen das Leben mehr als wir "normalen" Menschen.
Auch für sie gilt: Erhoffen wir uns für Kinder mit Behinderungen bessere Lebensumstände, wenn wir sie abtreiben, bzw töten?
Das ist doch eine lebensverachtende Einstellung!
Und das soll auch noch von der Grundversicherung gedeckt werden?
Nein, wer abtreiben will, soll die Kosten selber übernehmen, es sei denn, die besagten Ausnahmekriterien treffen zu.
Wenn eine Frau kein Geld für eine Abtreibung hat und diese nicht von der Krankenkasse bezahlt wird, dann wird sie ganz klar dazu gezwungen, das Kind auf die Welt zu bringen. Gerade die finanzschwachen werden da eines Rechtes beraubt, dass sich dann andere "erkaufen" können....Mé La - Piraten 18. Februar 2010 Verstoss melden
Lebensumstände kann ich mir für das Kind keine "erhoffen". Das ist irgendwie symptomatisch für den Tod - ist aber immer noch besser als schlechte Umstände, finde ich.
Auch bei Kindern mit Behinderungen ist die Einstellung der Eltern zum kind massgeblich daran beteiligt, ob es ein lebensmutiger, lebensbejahender Mensch wird, oder sich einfach zum Leben gezwungen fühlt.
Ich finde Ihre Einstellung in dem Fall äusserst todesverachtend...
Das Wörtchen "Selbstverantwortung" ist bekanntlich nicht in allen politischen Kreisen gleich verbreitet.Charles Schnyder Von Wartensee - CVP 18. Februar 2010 Verstoss melden
Wenn man mit jemandem schläft, sollte sich auch schon Gedanken zum Thema Verhütung machen.
Wenn man aus jugendlichem Leichtsinn nicht verhüten will, soll man später auch die Konsequenzen für diese Verantwortungslosigkeit tragen. Diese Leichtfertigkeit muss sicher nicht noch von der Grundversicherung gedeckt werden!
Nur weil Sie denken, das Kind könnte theoretisch unter schlechten Umständen aufwachsen, sollen wir es umbringen? Lieber auf Nummer sicher gehen?
Nein mit solch einer Einstellung zum Leben kann ich tatsächlich nicht sehr viel anfangen.
Wie gesagt, bei Vergewaltigung sollen die Kosten übernommen werden. Für "normale" Abtreibungen sollen die Kosten selber getragen werden.
Es gibt nicht ein einziges Verhütungsmittel dass zu 100 Prozent sicher ist, nicht einmal die Sterilisation des Mannes garantiert einen hundertprozentigen Schutz. Höchstens eine komplette Entfernung des Gebärapparates der Frau garantiert maximalen Schutz.Mé La - Piraten 19. Februar 2010 Verstoss melden
Das ist eine Tatsache und dazu gibt es Statistiken. Warum also alle Leute gleich behandeln als wären sie unfähig oder verantwortungslos wenn das nicht zwangsläufig der Fall ist?
Nur weil Sie denken, dass das Leben über allem erhaben ist muss man das Risiko eingehen Babyklappen-Kinder am Laufmeter zu produzieren?
Mit dieser Einstellung kann ich halt auch nicht viel anfangen...
Keine Abtreibung ist "normal"... Es wird niemals wie ein Zahnarztbesuch sein....
Zitat Mé La:Charles Schnyder Von Wartensee - CVP 20. Februar 2010 Verstoss melden
"Nur weil Sie denken, dass das Leben über allem erhaben ist muss man das Risiko eingehen Babyklappen-Kinder am Laufmeter zu produzieren? "
Ist das Leben für Sie denn nicht über allem erhaben? Leben muss doch geschützt werden?
Sie erwähnen Babyklappen. Wir haben seit 2001 eine Babyklappe in Einsiedeln. In den rund neun Jahren seitdem diese Babyklappe eingerichtet wurde, sind insgesammt fünf Kinder abgegeben worden. In Anbetracht dieser Zahlen scheinen Sie mir doch einen sehr grossen Hang zur Übertreibung zu besitzen, zumal Sie von "Babyklappen-Kinder am Laufmeter" sprechen. Ich wage mal daran zu zweifeln, dass die Zahl der Babyklappenkinder zunehmen wird, wenn eine Abtreibung selber finanziert werden muss. Da besteht für mich kein Zusammenhang.
Auch wenn es einen gäbe, schlussendlich ist solch eine Babyklappe doch eine geniale Erfindung? Das Kind lebt, wird anschliessend in eine adoptionswillige Familie gegeben, wo es wohlbehütet und in guten Verhältnissen aufwachsen kann. Jede beteiligte Person kann dieser Babyklappe etwas abgewinnen, ja selbst die biologische Mutter.
Zu den Verhütungsmitteln:
Ich glaube es gibt schon einen messbaren Unterschied ob man zB. ein Kondom verwendet, oder nicht ;-)
Wenn Sie schon von einer Statistik sprechen, würde ich mich natürlich riesig freuen wenn Sie diese hier noch verlinken würden, da ich die genauen Zahlen nicht kenne.
Freundliche Grüsse
Das Leben, so sehr ich es geniesse und durchaus achten kann, ist für mich mit Sicherheit nicht über allem erhaben. Denn wenn Leben so richtig wäre, dann wäre es mit Sicherheit nicht so exrem vergänglich...Mé La - Piraten 20. Februar 2010 Verstoss melden
Also ich finde dass es nur natürlich ist dass die Anzahl der Babyklappenkinder steigen würde, weil es ja einfach billiger sein wird auszutragen statt abzutreiben. ... das finde ich jetzt absolut symptomatisch.
Eine Babyklappe ist eine geniale Erfindung? Es ist meiner Ansicht nach eine sehr traurige, wenn auch notwendige Erfindung die mehr an Altglasentsorgung als an würdigen Umgang mit Leben erinnert. Nicht alle Kinder landen bei adoptionswilligen Familien, viele werden in Heimen "grossgezogen". Und dort kommt einem Kind niemals die Aufmerksamkeit entgegengebracht, die ein heranwachsender Mensch eigentlich benötigt. So etwas kann nicht mit Pflegepersonal im Neunstundentakt ersetzt werden.
Wenn die biologische Mutter das Kind austrägt und es dann in die Babyklappe steckt fühlen sie sich also wöhler als wenn sie das Kind nicht zulässt? D.h. sie denken es ist besser Leben in die Welt zu setzen und es dann quasi auf sich selbst gestellt Unbekannt zu überlassen gemäss dem Dogma, dass das Leben "heilig" ist anstatt meiner Ansicht nach echte Verantwortung zu übernehmen, auf die Gefahr sich "schuldig" zu machen...
Hier die gewünschte Statistik gemäss offiziellem Pearl-Index:
http://www.netdoktor.de/Gesund-Leben/Verhuetung/Sicherheit+Notfall/Verhuetung-Welche-Methode-ist-a-233.html
Nicht eine einzige Verhütungsmethode hat einen Wert von absolut 0, warum also so tun als ob?
Da klaffen unsere Wertvorstellung wohl zu fest auseinander als das wir auf einen gemeinsamen Nenner kommen könnten ;-)Charles Schnyder Von Wartensee - CVP 23. Februar 2010 Verstoss melden
Für mich ist das Leben ein Geschenk welches es zu achten gilt! Leben muss erhalten werden und es ist hierbei kein Unterschied zwischen bereits geborenen und ungeborenen Lebewesen zu machen.
Wir hatten es schon zur Genüge, dass eine gewisse Gruppe von Menschen "wussten", welches Leben lebenswert war und welches nicht. Die Folge war das Töten von nicht lebenswerten Lebewesen.
In meinen Wwertvorstellungen steht es dem Mensch überhaupt nicht zu, darüber zu entscheiden ob ein Mensch getötet werden darf oder nicht.
Aber wie schon anderswo gesagt, scheint es in unserer Gesellschaft einen stetigen Wertezerfall zu geben, oder um es weniger Krass zu formulieren: einen Wertewandel.
Zitat: Mé La
"Also ich finde dass es nur natürlich ist dass die Anzahl der Babyklappenkinder steigen würde, weil es ja einfach billiger sein wird auszutragen statt abzutreiben. ... das finde ich jetzt absolut symptomatisch. "
Und was wäre daran schlecht? Finden Sie es etwa gut wenn man ein ungeborenes Kind tötet? Soll man lieber abtreiben weil es teurer kommt und das Kind damit getötet wird? Eine etwas quere Logik.
Weiter schreiben Sie:
"Und dort kommt einem Kind niemals die Aufmerksamkeit entgegengebracht, die ein heranwachsender Mensch eigentlich benötigt. "
Da haben Sie durchaus Recht, allerdings stellt sich auch hier wieder die Frage: erhoffen Sie Sich für das Kind bessere Lebensumstände indem Sie es töten wollen?
"Gewollte" Kinder müssen auch nicht automatisch unter rosigen Umständen aufwachsen. Mit diesem Argument für eine Abtreibung (bzw deren Finanzierung über die GV) zu werben, halte ich nicht wirklich für sehr durchdacht.
Zitat: Mé La
"D.h. sie denken es ist besser Leben in die Welt zu setzen und es dann quasi auf sich selbst gestellt Unbekannt zu überlassen"
Nein es wird nicht auf sich selbsts gestellt, es wird sofort medizinisch versorgt. Die Kinder welche in der Schweiz in die Babyklappe gelegt wurden, sind bei Pflegeeltern untergekommen.
Und was ist wohl die bessere Lebensaussicht:
Sterben oder das Leben versuchen und in einer Pflegefamilie (in Ihrem genannten Fall auch Pflegeheim) aufzuwachsen?
Leider konnte ich die verlinkte Seite nicht öffnen und habe nur wenig Zeit um danach zu suchen, allenfalls mache ich es noch später.
Aber ich denke es macht schon einen unterschied ob man in jugendlichem Leichtsinn ohne Verhütungsmittel überall herumpoppt oder ob man zumindest versucht zu verhüten.
Noch es schöns Tägli
lgC
Ich denke der gemeinsame Nenner ist gar nicht erforderlich, wenn zumindest Toleranz gegenüber anderen Wertvorstellungen angeboten wird.Mé La - Piraten 4. März 2010 Verstoss melden
Wenn wir jegliche Form von Leben per Definition (Es ist in der Lage sich fortzupflanzen, es hat einen Stoffwechsel und es bildet nach außen abgeschlossene Gebilde) erhalten wollen, dann müssen Pestizide, Masturbation und Antibiotika usw. per sofort verboten werden. Sprechen Sie sich dafür aus?
Ich finde es sind nicht irgendwelche Menschen die darüber entscheiden, ob das Leben irgendeines Fötus lebenswert sein wird. Es sind die Eltern die diese Entscheidung treffen, es ist die Frau die das Lebewesen im Bauch trägt und es ist der Mann dessen Samen mitverantwortlich für die ungewollte Schwangerschaft ist. Es sind auch die beiden Personen die sich bewusst sein müssen, dass ein Kind viel (von ihrer) Aufmerksamkeit, (von ihrer) Zuwendung, (von ihrer) Geduld und (von ihrem) Geld benötigt.
In meiner Wertvorstellung ist Mord auch nicht gerade hoch platziert. Aber wie vorhin bereits erwähnt, ist das generelle Erhalten und Fördern des Lebens auch nicht umsetzbar, weil unsere Zellen per Definition leben. Aber wir können doch nicht jeden Abend eine Trauerfeier anstimmen weil sich unser Körper erneuert...
Ich will darauf hinaus, dass nicht alles was lebt auch erwiesenermassen ein Bewusstsein haben muss. Und Mord ist meiner Ansicht nach erst dann der passende Begriff, wenn es um die Auslöschung des Menschlichen Bewusstseins geht. Denn Jagen wird ja auch nicht als Morden bezeichnet, so wie eine Abtreibung für mich kein Mord ist, da ich in einem 12 Wochen alten Fötus zwar das Potential für einen menschlichen Körper erkenne, jedoch keinen individuellen Geist der sich in Relation zu seiner Umwelt stellen könnte. Es kann sein, dass ich mich irre und es tatsächlich schon komplexe Wesen sind - zu beweisen ist es ja nicht. Und genau diese Unbewiesenheit (zumindest zu diesem Zeitpunkt) hindert mich daran, anderen Menschen vorzuschreiben, wie die nächsten 25 Jahre eines oder mehr Menschenleben auszusehen haben.
Was heisst schon Wertezerfall? Die Werte die uns seit hunderten von Jahren diktiert werden sind im Mittelalter von homosexuellen Geistlichen geschrieben worden und werden heute von pädophilen Geistlichen verkündet. Dieser sogenannte "Wertezerfall" ist nichts anderes als die skeptische Betrachtung von Traditionen und Dogmen, und das ist auch gut so, denn ohne Selbstreflexion kann der Mensch nicht aus seinen Fehlern lernen.
Fragen Sie mich hier wirklich was daran schlecht ist wenn Kinder ohne ihre Eltern aufwachsen? Fragen Sie doch mal Ihre Eltern, was ohne sie aus Ihnen geworden wäre.
Psychologisch betrachtet, verfügt der Mensch über einen Sexualtrieb, jedoch über keinen Fortpflanzungstrieb. Das bestätigt sich in der Abtreibung voll und ganz. Dass damit die Befürworter "des Lebens" (die ja auch Ameisen platttreten, auf Kosten der Armen leben, masturbieren, mit Pestizid behandeltes Gemüse essen) ein Problem haben verwundert mich, wo sie eben genau selber doch so ein scheinheiliges Leben führen und bereits für die Tode etlicher Lebewesen verantwortlich sind (weil man das als Mensch zwangsläufig ist).
Sie sprechen ständig von Mord und Sterben, von einem ungeborenen "Kind" als ob sie wüssten, ab wann man von einem "schützenswerten" Leben sprechen kann. Bitte erläutern sie mir doch woher sie sich das Recht nehmen über schützenswertes und nicht schützenswertes Leben zu entscheiden, denn ich muss mich deswegen ja scheinbar auch rechtfertigen.
Von Lebensumständen ist für ein Kind dank der Abtreibung eben genau nicht die Rede. Aber ein Menschenleben quasi rauszudrücken und dann einfach in die Obhut Fremder zu verschicken, obwohl es die höchsteigene Verantwortung ist, sich darum zu kümmern. Das finde ich viel bedauerlicher.
Auch gewollte Kinder können depressiv werden. Das beweist nur, dass die Gesellschaft mittlerweile ein so straffes Regime führt, dass nicht einmal mehr Gesunde gesund sein können. Klar können auch ungewollte Kinder auch ein glückliches Leben haben, aber ein gesundes soziales Familienleben bleibt ihnen womöglich verwehrt, und das obwohl genau dort der Grundstein für Soziales Verhalten, Interaktion, Verständnis, Geduld, Toleranz und Geborgenheit gelegt wird (http://www.welt.de/wams_print/article2628086/Warum-Familie-so-wichtig-ist.html)
Rückblickend wird wohl kein Mensch von sich behaupten, dass er gerne abgetrieben worden wäre (ausser er ist suizidal). Aber wollen wir ehrlich sein: wenn wir abgetrieben worden wären, hätten wir diesen Gedanken vermutlich gar nie fassen können (Theorien von Engeln die im Himmel auf Wolken sitzen und weinen ausgenommen).
Ich schliesse mich ganz klar der Meinung an, dass in erster Linie verhütet werden muss was das Zeug hält. Aber es kann und wird immer wieder passieren, dass auch eine Verhütungsmethode mal nicht greift, und daran sind wirklich nicht immer die Leute schuld.
Gruss
MéLa
Hm wenn ich von Mord gesprochen habe (in der Hitze des Gefechtes kann das passieren), so ist das natürlich so nicht ganz korrekt, vor allem wenn man es vom juristischen Punkt aus betrachtet.Charles Schnyder Von Wartensee - CVP 4. März 2010 Verstoss melden
Was ist der Unterschied zwischen der befruchteten Eizelle und einer "normalen" Hautzelle? Aus der Hautzelle wird auf natürlichen Wegen nie ein Mensch zustande kommen. Wird jedoch eine Eizelle befruchtet, so steckt nun das gesamte Potential eines neuen Menschen in dieser befruchteten Eizelle. Auf natürlichem Weg wird dadurch ein neues Kind, ein neuer Mensch wachsen und auf die Welt kommen (gesetzt den Fall, es kommt nicht zu Komplikationen). Darin liegt m.E. der Unterschied zwischen einer Hautzelle und einer befruchteten Eizelle. Die Hautzelle ist nicht dazu bestimmt, zu einem neuen Menschen heranzuwachsen. Darum ist es ja auch so verzwackt! Die Anlagen für ein späteres Bewusstsein steckt schon in der befruchteten Eizelle. Wenn man dem Lauf der Natur folgt, wird daraus ein lebendes, atmendes und selbstständiges Wesen, was man in diesem Sinne von einer Hautzelle (Zweck liegt bei einer Hautzelle woanders), nicht gesagt werden kann.
Sie machen noch einen Bezug zur Tierwelt, wie dort der Mensch anderes Leben tötet. Zudem soll ich mich rechtfertigen, weshalb ich in der Tierwelt nicht über „lebenswertes Leben“ urteile. Ich weiss ja nicht ob Sie Vegetarier sind, aber für mich ist das Fleischessen etwas normales, es gehört zum Leben, es ist natürlich. Ebenso natürlich ist es daher zu jagen, oder Beeren einzusammeln. Natürlich ist es auch, dass man die eigenen „Artgenossen“ schützt. Darum halte ich Ihren Bezug zur Tierwelt für nicht ganz korrekt. Es liegt nicht in der Natur des Menschen, Kinder abzutreiben, jedoch liegt es in der Natur des Menschen sich von Pflanzen und anderen Tieren zu ernähren. Ich gehe nicht zum Tier hin und sage: „Du hast kein Lebenswertes Leben, also erschiesse ich Dich“. Ganz im Gegenteil, das Tier zu töten ergibt sich für mich aus der Notwendigkeit heraus zu überleben. Wenn ich überleben will, muss ich mir zwangsweise Nahrung beschaffen, ob pflanzliche oder tierische, sei dahingestellt.
Zur Familie:
Auch ein adoptiertes Kind kann froh aufwachsen! Dafür gibt es mehr als genug Beispiele! Wenn es liebende Pflegeeltern hat, steht einer glücklichen Kindheit nichts mehr im Weg.
So ich hoffe ich konnte auf das meiste eingehen, sicher bin ich nicht, da Ihr Text doch sehr lang war
;-)
Aber ich möchte noch abschliessend etwas ansprechen, was eigentlich gar nicht wirklich zum Thema gehört: Die Kirche
(Ich möchte aber nicht gross abschweifen). Ich finde Sie tun dieser Institution ziemlich grosses Unrecht wenn Sie alle als Kinderschänder bezeichnen. Aber es liegt halt im Trend sich über die Kirche aufzuregen und diese Institution zu beleidigen :) Muss man halt akzeptieren.
Beste Grüsse
Charles
Den Unterschied zwischen Hautzelle und befruchteter Eizelle sehe ich durchaus. Ich frage mich aber wo sie die Grenze ziehen. Ist die Pille danach auch Abtreibung? Ist nach der Befruchtung ein schützenswertes Lebewesen da?Mé La - Piraten 4. März 2010 Verstoss melden
Und echte Sorgen um unsere "Art" müssen wir uns wohl nur aufgrund menschlicher Fehlleistungen (beispielsweise die Unfähigkeit allen menschen auf der Erde Nahrung zu bieten, obschon die Ressourcen und das Geld da sind) und Naturkatastrophen machen, weniger wegen Tieren. Die Idee "ja mäh sonst fressns uns" ist etwas unwahrscheinlich. Ich bin keine Vegetarierin, obwohl ich finde das die industrielle Produktion von Fleisch massive Verschwendung von Ressourcen ist. Ich will nur auf eines hinaus: wenn der Mensch so etwas besonderes ist, warum schadet er unserem planeten mehr als jedes tier? Ihr Leben in Einklang mit dem Planeten betrachtend haben die Tiere uns sogar einiges voraus, und verdienen damit eigentlich besonderen Schutz. Im Grunde geht es mir darum, dass der Mensch sich selbst und das Leben ziemlich hoch bewertet, gemessen an der Tatsache, dass die Geschichte etwas anderes sagt. Mögen wir erfinderisch sein, aber keineswegs weitsichtig. Mag das Leben schön sein, aber von allem anderen wissen wir nichts.
Für mich steht fest: ich weiss nicht ob da bereits etwas "Schützenswertes" in den Bäuchen ungewollt schwangerer Frauen schlummert, aber ich empfinde es als nicht richtig jemandem, der zu 100% ein Bewusstsein hat und dadurch auch zu 100% schützenswert ist aufgrund einer unbewiesenen These die Lebensplanung vorzuschreiben.
Während es Ihnen um den Schutz und den Erhalt von Leben geht, geht es mir darum, dass Leben anderer nicht gegen ihren Willen zu beeinflussen.
Die Kirche ist bei mir nicht erst seit den jüngsten Meldungen auf der Schwarzen Liste. Die Dekadente Lebensweise in Rom, die dekadente Zurschaustellung von Geld, die Scheinheiligkeit und vor allem: alle nennen sich gläubig, tun aber so als wären sie wissend. Ich bin agnostisch und mir persönlich gehen die ganzen religiösen Eskapaden schlicht auf den Keks. Ich habe kein Problem damit wenn jemand an irgendetwas glauben will, aber ich kann fundamentalismus nicht ab. und auch wenn viele Christen sich nicht als fundamentalistisch betrachten, so scheint mir bereits der Anspruch auf eine Politische Position selbst bereits als fundamentalistisch... Ich mag vielleicht mit dieser Einstellung sehr einsam dastehen, aber das ändert nichts daran, dass ich mir diese meinung gebildet habe.
@Charles Schnyder Von Wartensee: Dass es natürlich sein soll, dass man die eigenen Artgenossen schützt, halte ich für falsch. Weder im Tierreich noch in der Menschheitsgeschichte sind Artgenossen prinzipiell geschützt. Es ist immer ein Abwägen zwischen Kooperation und Konfrontation, und in der Konfrontation ist das Leben des Gegners oftmals nicht schützenswert. Die Vorstellung, dass jedes Menschenleben schützenswert ist, ist nicht nur historisch, sondern auch heute noch eher die Ausnahme als die Regel.David H - Piraten 4. März 2010 Verstoss melden
Das will nicht heissen, dass ich diese Vorstellung ablehne, aber Ihre Begründung, dies sei naturgegeben, hält einer genaueren Betrachtung nicht stand.
@David HCharles Schnyder Von Wartensee - CVP 4. März 2010 Verstoss melden
Nun meine Wertvorstellungen sind die meinen, das muss nicht automatisch auf jeden anderen Menschen auf dieser Welt gelten. Sie haben natürlich Recht, vermutlich habe ich den Kreis ein wenig zu weit gezogen. Für mich stimmt es jedenfalls.
Aber in einem etwas kleineren Rahmen betrachtet:
Es liegt wohl in der Natur des Menschen, dass er seine Artgenossen die eng mit ihm verbunden sind (zB Kinder, Verwandte), schützen will. Es ist nicht natürlich sein eigenes Kind abzutreiben. Oder etwas doch?
Wenn es so wäre, würde die Spezies Mensch wohl nicht lange überlegen.
@Mé La
Hm wenns mir Recht ist, unterbindet die Pille doch die Befruchtung? Wenn es zur Befruchtung kommt, ist es für mich konsequenterweise auch Abtreibung, aus den von mir bereits genannten Gründen.
Zitat Mé LaCharles Schnyder Von Wartensee - CVP 4. März 2010 Verstoss melden
„Ich will nur auf eines hinaus: wenn der Mensch so etwas besonderes ist, warum schadet er unserem planeten mehr als jedes tier?“
Ich möchte nicht unbedingt sagen, dass der Mensch etwas besonderes oder besser als andere Tierarten ist. Aber Menschen gehören zufälligerweise zur gleichen Art wie ich, sie sind mir grundsätzlich vertraut und in erster Linie nicht meine natürlichen Feinde (auch wenn leider unaufhörlich gemordet wird…) Sie können sich natürlich zu Feinden entwickeln, aber ich glaube kaum, dass die meisten Menschen auf der Erde meinen Tod wünschen :D (Ich hoffe es zumindest)
Tiere haben tatsächlich einen besonderen Schutz verdient, darum finde ich es wirklich toll wenn Menschen sich in Tierschutzorganisationen engagieren. Gleichermassen zolle ich den Menschen hohen Respekt, welche anderen Menschen zu helfen versuchen.
Zitat Mé La:Charles Schnyder Von Wartensee - CVP 4. März 2010 Verstoss melden
„Für mich steht fest: ich weiss nicht ob da bereits etwas "Schützenswertes" in den Bäuchen ungewollt schwangerer Frauen schlummert, aber ich empfinde es als nicht richtig jemandem, der zu 100% ein Bewusstsein hat und dadurch auch zu 100% schützenswert ist aufgrund einer unbewiesenen These die Lebensplanung vorzuschreiben.“
Nun gebe ich eine Ihrer Fragen an Sie zurück: Wo ziehen Sie denn die Grenze? Ist ein ungeborenes Kind ab der zwölften Schwangerschaftswoche ein fühlendes Wesen? Oder erst nachdem es zur Welt kam? War es dann im Bauch nicht schon vorher fühlend? Ist das Kind vor der zwölften Schwangerschaftswoche nicht fühlend? Aber nach der zwölften Woche schon?
Das wirkt mir etwas gar willkürlich.
Ich habe nie behauptet, dass ich wüsste wann man von schützenswertem Leben sprechen kann. Genau das entzieht mir aus moralischer Sicht das Recht, andere in dieser Angelegenheit in irgendeiner Weise zu bevormunden.Mé La - Piraten 4. März 2010 Verstoss melden
Zur "Natürlichkeit" des Infantitzids findet man folgendes:Mé La - Piraten 4. März 2010 Verstoss melden
http://de.wikipedia.org/wiki/Kindstötung
http://de.wikipedia.org/wiki/Infantizid(Zoologie)
zur Wirkung der Pille danach:Adrian Zehnder 5. März 2010 Verstoss melden
http://de.wikipedia.org/wiki/Pille_danach
Bei erfolgreicher Einnahme der Pille danach würde eine Befruchtung verhindert. Ich würde Herrn Schnyder durchaus zustimmen, dass in diesem Stadium noch kein "schützenswertes Leben" existiert. Sobald die Eizelle aber befruchtet ist, sehe ich diese als durch und durch schützenswertes Leben an. Es besteht zwischen dieser (befruchteten) Eizelle und der Mutter, die sie in sich trägt (biologisch) kein Unterschied ausser ca. 9 Monate im Fruchtwasser und einige Jahre Wachstum.
Leben wird immer bewertet, da haben Sie recht, Mé La. Allerdings stelle ich mir die Frage, bis zu welchem Grad ich eine solche Wertung tolerieren bzw. mitfinanzieren möchte.
Ich finde eine geschlechtsreife Frau unterscheidet mehr von einem Fötus als 9 Monate Fruchtwasser und ein paar Jahre Wachstum. Die biologischen Grundlagen sind zweifelsohne vorhanden, aber ob man von einem Bewusstsein sprechen kann dem man das Leben "wieder" entzieht (was erklärt warum viele Leute Abtreibung dann zwangsläufig auch als Mord bezeichnen), das ist nicht geklärt. Und solange das nicht geklärt ist, will ich es jedem selbst überlassen, diese schwierige Entscheidung zu treffen ohne die Empfehlung "du das lebt vielleicht!" zu machen. Das wissen die Leute schon selber.Mé La - Piraten 5. März 2010 Verstoss melden
Mitfinanzieren und tolerieren sind doch schon lang zwei Paar Schuhe. Wer ein T-Shirt kauft weil er was zum anziehen braucht, der finanziert unter Umständen den Swimmingpool eines Fabrikanten der Kinder zum Hungerlohn schuften lässt. Wer Steuern zahlt, finanziert die Armee und zur Tötung von Menschen vorgesehene Geräte (Waffen). Selbst wenn wir Max Havelaar Bananen kaufen. Wer sagt uns dass nicht einfach irgendjemand auf der Fähre sich einen Spass erlaubt hat und dieses Etikett an die Frucht geklebt hat? Wie viele Amerikaner erhalten mit ihren Steuern das System der Todesstrafe aufrecht ohne das zu wollen? Sind sie alle schuldig?
Wir alle sind bereits schuldig und machen uns täglich noch schuldiger. Wir tun das nicht weil wir "böse Menschen" sind, sondern weil wir schlicht nie gefragt wurden. Und wir werden auch nicht mehr unschuldiger wenn wir Menschen mit genug Geld eine sichere Abtreibung garantieren während wir den finanziell Schwachen Menschen das Recht auf eine sichere Abtreibung verwehren...
@Mé LaCharles Schnyder Von Wartensee - CVP 5. März 2010 Verstoss melden
Bis wann darf man denn ein ungeborenes Kind Ihrer Absicht nach abtreiben?
Nochmals: Wenn es zur Befruchtung gekommen ist, steckt nun das ganze Potential eines Menschen in der befruchteten Eizelle. Im natürlichen Verlauf wächst daraus ein „vollständiger“ Mensch heran.
Sie sehen also im ungeborenen Kind kein schützenswertes Leben, gut, lassen wir das halt so im Raum stehen.
Mé La:
„Wir alle sind bereits schuldig und machen uns täglich noch schuldiger.“
Das ist natürlich ein gutes Argument um uns noch weiter schuldig zu machen… wir sinds ja eh schon, dh wir können gleich dort weitermachen wo wir aufgehört haben.
Der Schutz des Lebens wächst eigentlich konsequenterweise aus der Bereitschaft der Menschen heraus, zusammen eine Gesellschaft zu bilden, in der nicht das Faustrecht, sondern Gesetze gelten. Jedes Leben ist gleich viel Wert, komplett egal ob man adlig ist, schwarz, weiss, behindert oder gesund. Jedes Leben zählt gleich viel.
Ich kann absolut nachvollziehen, dass viele Leute (wenn auch eine Minderheit in der Schweiz) Abtreibung mit Mord gleichsetzen...Adrian Zehnder 5. März 2010 Verstoss melden
Irgendwann werden wir auch mit unserer (begrenzten) Wissenschaft erklären können, ab welchem Zeitpunkt ein Fötus das Bewusstsein entwickelt und so zu ein bisschen mehr Menschenwürde und entsprechendem Schutz kommt.
Getreu Ihrem Motto, dass wir uns eh schon schuldig gemacht haben, möchte ich mir nicht noch mehr Schuld aufladen und sagen müssen, dass ich eine Abtreibung befürwortet habe!
Da stimme ich Ihnen total zu: jedes Leben ist gleich viel wert!
Ein anderer Gedanke: Wie stünde es um die Präventivwirkung einer solchen Regelung??
Ich habe keine ahnung ab wann ein ungeborenes Kind "schützenswert" ist. Darum will ich die Entscheidung auch denjenigen Leuten überlassen, die die Konsequenzen tragen müssen.Mé La - Piraten 6. März 2010 Verstoss melden
Was die "generelle Schuldigkeit" betrifft wollte ich vor allem darauf hinaus, dass uns die Wahl zu einem Grossen Teil bereits entzogen worden ist wofür wir Geld bezahlen und wozu nicht. Genau das ist ein Grund für mich, es den Betroffenen selbst zu überlassen: so kann jeder seine Schuld noch selber ein wenig beeinflussen.
Die Präventivwirkung? Die steht für mich auf null. Die Frauen sind ungewollt schwanger, d.h. sie haben in der Regel bereits versucht die Schwangerschaft zu verhindern. Ich denke keine Frau denkt heute "Ach lassen wir uns doch mal schwängern, die Gesellschaft bezahlt ja den Abbruch" .- dafür ist eine Abtreibung einfach zu unangenehm - sowohl körperlich als moralisch.
Eine Andere Frage: Die Abtreibungsfinanzierung von Frauen die vergewaltigt wurden wird von vielen Abtreibungsgegnern gut geheissen. Das überrascht mich. Ist denn das Kind das aus der Vergewaltigung hervorgeht dann nicht genau so schützenswert wie die anderen ungewollten Kinder die mit Spass am Sex entstanden sind? Also wenn es doch schon um den Konsequenten Schutz von Leben geht, dann überrascht es mich dass der Schutz hier ausgenommen wird.
Für mich als Frau bedeutet das ja im Klartext: sobald ich Spass am Sex habe, muss ich aufpassen dass mich mein Partner nicht plötzlich mit einer Schwangerschaft im Regen stehen lässt, denn ich und nur ich werde zur Verantwortung gezogen und ich alleine muss das Kind auf die Welt bringen oder dessen Abtreibung finanzieren. Mich überrascht dass viele Männer hier es für gut befinden, die Abtreibungsfinanzierung auf die Privaten abzuschieben, ohne dabei zu erwähnen dass es ja auch keine Gesetzliche Grundlage gibt die den Mann eben so zur Verantwortung zieht. Schliesslich ist er am Gen-Cocktail nicht unbeteiligt.
Die Schuldfrage für eine Abtreibung muss aus meiner Sicht jeder für sich klären. Und darum will ich auch jedem das Recht zur Entscheidung überlassen.
Mé La:Charles Schnyder Von Wartensee - CVP 6. März 2010 Verstoss melden
„Eine Andere Frage: Die Abtreibungsfinanzierung von Frauen die vergewaltigt wurden wird von vielen Abtreibungsgegnern gut geheissen. Das überrascht mich.“
Wir dürfen nicht vergessen, dass es sich hierbei auch um einen Kompromiss handelt. Sie haben durchaus Recht, auch ein Kind welches durch eine Vergewaltigung gezeugt wird, besitzt ein schützenswertes Leben! Denn dieses Kind kann ja nichts für die Umstände unter welchen es gezeugt wurde. Dennoch wird es dann mit dem Tod bestraft (sofern es abgetrieben wird). Moralisch gesehen steckt man hier wirklich in einer Zwickmühle (wie gesagt, das Kind kann ja nichts dafür). Es ist klar, dass ein Verbot von Abtreibungen nach einer Vergewaltigung in der heutigen Zeit realpolitisch gesehen nicht durchsetzbar ist. Aber anstatt das Thema zwischen zwei Fronten hin und her zu schieben, musste man sich auf eine Art Kompromiss einigen. So kommt es mir zumindest vor.
Ich habe meine Moralvorstellungen und zu denen stehe ich. Allerdings muss ich etwas noch loswerden: Ich werde meiner Freundin, sollten wir mal vor dieser Frage stehen, nur meine Meinung anbieten können. Die Entscheidung über eine Abtreibung wird schlussendlich sie und sonst niemand zu fällen haben.Charles Schnyder Von Wartensee - CVP 6. März 2010 Verstoss melden
Herr Schnyder, noch eine Frage: wenn die Abtreibung selbst bezahlt werden muss, ihre Freundin ungewollt schwanger wird und eine Abtreibung will, werden sie die Abtreibung mitfinanzieren oder werden Sie ihrer Freundin zu verstehen geben, dass sie das selber bezahlen muss weil das gegen Ihre Moral verstösst? Falls die Frage zu persönlich ist, bitte ich um Nichtbeachtung.Mé La - Piraten 7. März 2010 Verstoss melden
Zum Glück war ich noch nie in dieser Situation. Daher ist es nur eine theoretische Überlegung. Wie gesagt, ich könnte ihr nur meinen Standpunkt näherbringen und hoffen, dass sie das Kind nicht abtreibt. Wenn sie das Kind jedoch trotzdem abtreiben wollte, müsste ich mir die Frage stellen, ob ich an dieser ungewollten Schwangerschaft auch eine "Mitschuld" trage. Zuerst würde ich wohl das Gespräch mit ihr und ihren Eltern suchen. Wenn die Eltern ihre Tochter finanziell nicht unterstützen würden, böte ich ihr meine Unterstützung an, da ich ja mitverantwortlich war. Allerdings befürchte ich, dass unsere Beziehung danach wohl nicht mehr gleich weiterverlaufen könnte und ich mit mir selber auch nicht mehr im Reinen wäre. Wie gesagt, es ist bloss eine theoretische Überlegung.Charles Schnyder Von Wartensee - CVP 7. März 2010 Verstoss melden
Ich kann kaum abschätzen was ich in so einer Situation sagen würde.
Zur Vergewaltigungs"geschichte":Adrian Zehnder 9. März 2010 Verstoss melden
Ich bin an und für sich auch der Ansicht, dass in einem solchen Fall nicht abgetrieben werden dürfte. Klar sind die Umstände unter denen das Kind gezeugt wurde absolut widrig, verwerflicht und niemandem zu wünschen! Allerdings gehe ich mit Herrn Schnyder überein, dass das Kind nichts für die Umstände seiner Zeugung hat und entsprechend genau wie jedes andere Kind eine Chance und m.E. auch ein Recht hat, zu leben. Falls in solchen Fällen eine Mutter das Kind nicht behalten will oder kann, dann stehen genügend alternative (gute) Möglichkeiten zur Verfügung, sei dies Adoption, Babyklappe und ähnliches.
Man bedenke, auch bei einem durch Vergewaltigung gezeugten Kind kommt die Hälfte des Genguts von der Mutter...
Zur Frage der Abtreigung durch die eigene Freundin/Frau/Partnerin (auch wenn sie nicht an mich gestellt wurde, gebe ich doch gerne meinen Standpunkt dazu ab): Ich als Mann habe kein Recht, die schwangere Frau zur einen oder anderen Haltung bzw. Ansicht zu zwingen. Das bedeutet, dass ich ihr, wie Herrn Schnyder gut beschrieben hat, nur mein Verständnis dieser Angelegenheit darlegen kann. Und gerade, wenn das Kind von mir ist, könnte ich mir nicht vorstellen, dieses Wesen abzutreiben, sofern das nicht medizinisch notwendig wäre... Wenn die Frau die Abtreibung will, müsste ich ihr wohl oder übel auch diesen Willen lassen - allerdings weiss ich nicht, ob ich eine Beziehung weiterführen könnte...
Glücklicherweise teilt meine Frau meien Ansichten in dieser Angelegenheit und ich bete und hoffe inständig, dass ich nie in eine solche Situation komme, eine derartige Entscheidung treffen zu müssen!!
Auch ich möchte und muss die Entscheidung bzw. das Recht abzutreiben, jeder und jedem einzelnen Betroffenen selber überlassen - dennoch gilt es - im Sinne ihrer obigen Beiträge einen Unterschied dort zu machen, wo es möglich ist. Wie Sie ausgeführt haben, Mé La, bezahlen wir schon genug sinnvolles und weniger sinnvolles, welches wir nicht mehr beeinflussen können. Entsprechend finde ich es wichtig diese Dinge anzugehen, wo ein entsprechendes Bedürfnis besteht!!...
Ich finde es merkwürdig die Finanzierung einer Abtreibung davon abhängig zu machen ob die Frau den Sex wollte oder nicht. Das könnte die Frauen dazu animieren, öfter mal einen Mann auf Vergewaltigung zu vekrlagen wenn die "Herren der Schöpfung" sich nicht an der privat zu bezahlenden Abtreibung beteiligen wollen (ob das nun aus Geiz oder aus Moral geschehe kann ja hier dahingestellt sein).Mé La - Piraten 9. März 2010 Verstoss melden
Ich finde es schon nett dass Sie sich letzten Endes immerhin an der Abtreibung beteiligen würden (sofern denn eine "Mitschuld bewiesen" ist) und damit zu Gunsten des Willens ihrer Freundin die Tötung eines Fötus mitfinanzieren würden.
@ Charles SchnyderMatthieu J - Parteilos vor 6 Tagen Verstoss melden
Bin der gleichen Meinung – vielen Dank für die Gedanken.
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